Bekannt ist er für seinen unkonventionellen Kleidungsstil, so taucht er zu Interviews gerne mal in Badeschlappen, T-Shirt und Jeans auf. Er wird daher oft mit Steve Jobs verglichen, der ebenfalls eine Vorliebe für schwarze Rollkragenpullover pflegte. Wer ist der Mensch hinter dem Mann, der vom Magazin GQ zum am schlechtesten angezogenen Firmenchef aus dem Silicon Valley gekürt wurde?
Der heute milliardenschwere Internetunternehmer wurde am 14.05.1984 in White Plains als Mark Elliot Zuckerberg geboren. Als Kind einer Psychologin und eines Zahnarztes wuchs er in Dobbs Ferry im Bundesstaat New York auf. Er hat noch drei Schwestern - Randi, Arielle und Donna – und bezeichnet sich selbst trotz jüdischer Erziehung als Atheist.
Schon früh wurde seine Leidenschaft für Computer offensichtlich – mit zehn Jahren soll er ein internes Computernetzwerk zwischen der elterlichen Praxis und den Familiencomputern aufgebaut haben.
Beruflich ging er aber zunächst nicht den Weg des Programmierers, sondern trat in die Fußstapfen seiner Mutter und nahm 2002 ein Psychologiestudium an der Eliteuniversität in Harvard auf.
Als Student entwickelte er im Jahr 2003 das Projekt „Facemash“, das ein Bewertungssystem für Studenten am Campus werden sollte. Fotos von Studentinnen wurden im Rahmen des Programmes zufällig einander gegenübergestellt – Nutzer konnten dann die Attraktivität der Personen bewertet. Da sich Zuckerberg unberechtigten Zugriff auf die Fotos verschafft hatte, zog er die Seite nach zahlreichen Protesten wenige Tage später zurück.
2004 entwickelte Zuckerberg die Facemash-Idee weiter und gründete Facebook. Das Portal war zunächst auf den studentischen Campus in Harvard begrenzt, wurde aber bereits in kürzester Zeit so beliebt, dass es auf weitere Universitäten, Highschools und Unternehmen ausgeweitet wurde und schließlich für jedermann zugänglich war. (Zur Geschichte von Facebook).
Zuckerberg brach sein Studium 2006 ohne Abschluss ab und widmete sich komplett der Leitung seines inzwischen millionenschweren Unternehmens.
2010 wurde Zuckerberg vom „Time Magazin“ zur „Person oft the year“ ernannt. Im gleichen Jahr erobertet der Film „The Social Network“ das Kino, in dem Mark Zuckerberg von US-Schauspieler Jesse Eisenberg verkörpert wird. Der Film lässt Zuckerberg als wenig sozialen Menschen erscheinen, der im Umgang mit Freunden und Bekannten als problematisch dargestellt wird. Zuckerberg betont, dass es sich bei der Umsetzung des Filmprojekts nicht zwangsläufig um reale Gegebenheiten handelt.
Zuckerberg gründet 2010 die Zuckerberg-Stiftung und spendet 100 Millionen US-Dollar für die Verbesserung des Schulsystem. Das Geld soll an Schulen in der Stadt Newark im US-Bundesstaat New Jersey gehen. Die dortigen Schulen schneiden mit einer Abschlussquote von etwa 50 Prozent mit am schlechtesten in den USA ab. Sein finanzielle Unterstützung für Schulen begründet Zuckerberg mit der Inspiration durch seine Großmutter, die Lehrerin war. Außerdem habe seine gute schulische Laufbahn dazu beigetragen, ihn zu dem Menschen zu machen, der er ist, auch wenn er die Eliteuniversität Harvard ohne Abschluss verlassen hat.
Privat lebt Zuckerberg mit seiner Frau Priscilla Chan, die er einen Tag nach dem Facebook-Börsengang geheiratet hat, in White Plains. Obwohl er als Gründer von Facebook die Nutzer immer wieder dazu auffordert, ihr soziales Profil zu pflegen und Einzelheiten aus ihrem Leben zu veröffentlichen, ist das Facebook-Profil von Zuckerberg selbst eher spärlich gefüllt.