13.02.2013 12:23
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DAX: Ist das die Kaufgelegenheit?

Nun ist sie also da, die Korrektur am Aktienmarkt und der Angriff auf die 8.000 Punkte ist erst einmal vertagt.
Die Ängste bezüglich eines Wiederaufflammens der Eurokrise konnten seit Montag nicht ausgeräumt werden, nicht zuletzt weil Silvio Berlusconi in den Umfragen zur Wahl in Italien weiter zulegt. Auch in Spanien sind die Risikoaufschläge wieder etwas gestiegen.

Ist der Euro zu stark?

Das neuerliche Aufflackern der Euro-Krise ist allerdings nicht überraschend, schließlich ist die Krise noch nicht endgültig überwunden. An den Märkten ist dies eigentlich allgemeiner Konsens, daher hinterlässt der neue Angstausbruch eher den Eindruck, als ob die Anleger nach den Kursgewinnen der letzten Monate einen Anlaß zu Gewinnmitnahmen suchten und auch fanden. Das Krisenmanagement der EU-Granden mag nicht optimal gewesen sein, ein Auseinanderbrechen des Euros ist aber nicht mehr zu befürchten, ebensowenig ein Austritt Griechenlands aus dem Euroraum bzw. der EU. Dennoch gibt es für Merkel, Hollande, van Rompuy & Co. noch viel zu tun. Neben dem neuen EU-Budget stand auf dem EU-Gipfel auch die Frage auf der Tagesordnung, ob der Euro inzwischen nicht sogar zu stark geworden ist. Vor allem die Krisenländer hätten nichts gegen eine Abwertung. Letztlich ist die Geldpolitik jedoch Sache der EZB, die den Leitzins noch lange unverändert auf dem Rekordtief bei 0,75 Prozent lassen wird. Die Aussage von EZB-Chef Draghi zu Euro und Inflation lässt aber zumindest darauf schließen, dass die EZB gegen eine zu starke Aufwertung einschreiten würde.

Quartalszahlen überwiegend gut

Nicht so recht zur schlechten Stimmung passen die Quartalsberichte der Unternehmen, die überwiegend gut ausgefallen sind bzw. zumindest besser als die zumeist niedrigen Erwartungen. Aus dem DAX konnten besonders die Münchener Rück und HeidelbergCement positiv überraschen. Selbst der durchwachsene Jahresbericht von Daimler wurde an der Börse positiv aufgenommen. Der Kursrückgang der letzten Tage könnte sich daher als gute Einstiegsgelegenheit in den Aktienmarkt entpuppen. Sicher ist das freilich nicht, denn es ist auch gut möglich, dass die Märkte erst nach den Wahlen in Italien am 24. und 25. Februar wieder in den Hausse-Modus schalten werden – wenn Silvio Berlusconi von den Wählern endgültig in Rente geschickt wurde.

Fazit

Trotz der Korrektur der letzten Tage ist der Aufwärtstrend beim DAX weiterhin intakt. Erst wenn die starke Unterstützungszone bei 7.500/7.450 Punkten unterschritten würde, müsste man sich charttechnisch neu orientieren. Auf dem aktuellen Kursniveau können daher durchaus auch neue Positionen mit entsprechender Stopp-Marke im Bereich von 7.450 Zählern aufgebaut werden. Zu groß sollte die Positionierung dennoch nicht sein, da die politischen Unsicherheiten wegen der Wahlen in Italien anhalten werden.

Stefan Böhm (Diplom-Volkswirt) ist Chef-Redakteur des DaxVestor Börsenbriefs. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dax-vestor.deDer obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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