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31.01.2012 12:11

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DAXVESTOR-KOLUMNE

Die 3 besten DAX-Aktien, Teil 3

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Was wünschen sie sich in unsicheren Börsenzeiten? Solide und sichere Werte! Und zu denen zählt die Deutsche Telekom.

Im Englischen werden Aktien mit viel Substanz und Ertragskraft als Value-Papiere bezeichnet. Den anderen Teil des Aktienuniversums bilden die Wachstumsaktien. Während letztere je nach Wechsel der Zukunftsaussichten und der Konjunkturlage starke Kursschwankungen aufweisen, zeigen Substanzwerte dagegen meist einen langweiligen Kursverlauf mit langanhaltenden Seitwärtsbewegungen. Das liegt daran, dass die Gewinne nicht reinvestiert, sondern in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden und daher nicht zu einem Anstieg des Aktienkurses führen. Dafür bleiben Substanzwerte in einem Konjunkturabschwung stabiler.

Telekom-Aktie: Ein oftmals unterschätzter Substanzwert Auch die T-Aktie zählt trotz ihres schlechten Images zu dieser Kategorie. Seit 2004 gilt für die Aktionäre der Deutschen Telekom: Eine hohe Dividendenrendite – nicht selten die höchste im DAX – entschädigt für die Langeweile bei der Kursentwicklung. Immerhin zahlte die Deutsche Telekom auch in einem schlechten Jahr wie 2009 aus dem Cashflow eine hohe Dividende. Und auch für die nächsten Jahre prognostizieren die meisten Analysten eine gleichbleibende Dividendenrendite von etwa acht Prozent. In den letzten Monaten stand der Aktienkurs allerdings unter Druck. Dafür war aber weniger die Konjunkturabkühlung als der geplatzte Verkauf des Verlustbringers T-Mobile USA an AT&T verantwortlich. Die Probleme in den USA sind für die Telekom zwar schmerzhaft, allerdings bedeuten sie auch keinen Weltuntergang. Immerhin musste AT&T wegen des geplatzten Verkaufs eine Vertragsstrafe von 3,0 Mrd. USD an die Deutsche Telekom zahlen. Da haben die Bonner gut verhandelt! Zudem sprechen die soliden Ertragsaussichten und die hohe Dividendenrendite weiterhin für die T-Aktie.

Was spricht für die Aktie?

Denn trotz ihres negativen Images: Wer sich die T-Aktie nach dem Platzen der Internetblase 2002 ins Depot legte – damals notierte der Titel wie heute bei etwa neun Euro – konnte ab 2005 eine stattliche Dividende einstreichen. Ich denke, wir alle würden uns darüber freuen, wenn wir in diesem Zeitraum ohne große Aufregung eine Rendite von sieben bis acht Prozent erzielt hätten! Auch der jüngste Kursrückschlag nach dem geplatzten Verkauf von T-Mobile USA wird sich im Rückblick als günstiger Einstiegszeitpunkt erweisen.

Fazit

Wer kann in diesen Zeiten ein Investment mit – relativ sicheren – sieben bis acht Prozent Rendite verschmähen? Zudem bietet die T-Aktie auch Kurschancen, denn der Titel ist niedrig bewertet. Der Rückschlag in den USA ist im Kurs eingepreist.

Stefan Böhm (Diplom-Volkswirt) ist Chef-Redakteur des DaxVestor Börsenbriefs. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dax-vestor.deDer obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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