13.04.2013 09:28
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Der Euro ist stärker als viele denken!

EMFIS.COM - Der Zusammenhang schien klar: Die Weltwirtschaft erholt sich, die Eurokrise tritt in den Hintergrund und davon profitiert der Euro. Ab Anfang Februar war damit jedoch Schluss. Erst gab es Probleme in Spanien, dann das politische Patt nach der Wahl in Italien und schließlich die Zypernkrise. Das ließ den Euro wieder deutlich zurückfallen, so scheint es. Doch der Wechselkurs wird nicht nur vom Stand in der Eurokrise bestimmt, sondern mindestens ebenso stark von der Konjunkturlage in den USA und der Politik der Notenbanken.


Hin und her in den USA
In den ersten Wochen des Jahres zerstreuten sich die Befürchtungen, dass die Haushaltskürzungen in den USA die Konjunktur deutlich ausbremsen. Im Gegenteil: Die Wirtschaftsdaten waren überraschend gut und die Konjunktur schien sehr robust. Damit kamen auch Spekulationen auf, die US-Notenbank würde bald die Wende in der Geldpolitik einläuten und die vielzitierten Geldschleusen zumindest etwas schließen. Das gab dem US-Dollar auf breiter Basis Auftrieb, auch gegenüber dem Euro. In den letzten Wochen zeigte sich aber, dass die staatlichen Ausgabenkürzungen in den USA sehr wohl einen negativen Effekt auf die Konjunktur haben – er ist nur nicht so stark, wie anfangs befürchtet. Vor allem am Arbeitsmarkt geht die Erholung weiter nur sehr schleppend vor sich. Die Arbeitsmarktentwicklung aber ist erklärtermaßen entscheidend für die US-Notenbanker. Mit anderen Worten: Die Wahrscheinlichkeit, dass es schon 2013 eine Wende in der Geldpolitik gibt, ist wieder gesunken. Dies und die Eindämmung der Zypernkrise stoppten den Kursrückgang des Euros gegenüber dem US-Dollar.


Wie geht es nun weiter?
Zum Wochenschluss stand angesichts des Treffens der Eurogruppe wieder einmal die Krise in der Eurozone im Blickpunkt. Zypern wird teurer als gedacht und es schlummern noch viele Zeitbomben in Euroland, z.B. Slowenien und Malta. EUR/USD gab daher nach der kräftigen Kurserholung der Vortage wieder etwas nach. Charttechnisch ist jedenfalls klar, dass der mehr als zwei Monate anhaltende Abwärtstrend mit der deutlichen Bestätigung der Unterstützung bei 1,2750 USD und dem anschließenden Anstieg über die Marke von 1,3000 USD beendet ist. EUR/USD kann natürlich wieder unter Druck kommen, aber ein heftiger Kursrutsch ist nicht mehr zu befürchten. Ein nochmaliger Test der Unterstützung bei 1,2850 USD ist allerdings nicht ausgeschlossen. Auf der anderen Seite hätte ein Bruch des starken Widerstands bei 1,3130 USD weitere Kursgewinne zur Folge.


Fazit
Wenn sich die Lage in der Eurozone wieder beruhigt – und davon gehe ich trotz aller Widrigkeiten aus – dann wird sich EUR/USD weiter erholen. Denn der Euro ist auf diesem Niveau gegenüber dem US-Dollar unterbewertet. Mittelfristig ist aber nicht mehr als eine Seitwärtsbewegung drin. Das würde sich erst ändern, wenn die Eurozone als Ganzes gesehen wirtschaftlich wieder auf die Füße kommt. Danach sieht es aber noch lange nicht aus.



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