FRANKFURT (dpa-AFX) - Ausgewählte Analysten-Einstufungen im dpa-AFX-Nachrichtendienst der Woche vom 14.11.2011 bis zum 18.11.2011:
MONTAG
ALLIANZ
PARIS - Die französische Investmentbank Cheuvreux hat das Kursziel für Allianz von 102,00 auf 99,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Outperform" belassen. Analyst Atanasio Pantarrotas begründete in einer Studie vom Montag das reduzierte Ziel mit der etwas höheren Schaden-Kosten-Quote im Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen. Während die Allianz mit ihrem Nettoergebnis im dritten Quartal schwächer abgeschnitten habe als von ihm erwartet, stimmten die Aussagen zur Dividende doch ausgesprochen zuversichtlich.
BAYER
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Bayer nach neuen Daten zum Schlaganfallmittel Xarelto bei der Behandlung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) auf "Buy" mit einem Kursziel von 52,00 Euro belassen. Analyst Daniel Wendorff wertete in einer Studie vom Montag die neuen Daten als insgesamt positiv. Negativ sei lediglich, dass mit Xarelto behandelte Patienten statistisch gesehen deutlich mehr unter stärkeren Blutungen litten.
DEUTSCHE TELEKOM
ZÜRICH - Die UBS hat das Kursziel für Deutsche Telekom nach Zahlen zum dritten Quartal von 9,00 auf 9,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Telekomkonzern habe solide Resultate vorgelegt, schrieb Analyst Andy Parnis in einer Studie vom Montag. Allerdings nehme der Preisdruck im deutschen Mobilfunkgeschäft zu. Zudem herrsche rund um den geplanten Verkauf der Tochter T-Mobile USA weiterhin große Unsicherheit.
EADS
PARIS - Die französische Investmentbank Cheuvreux hat die Aktie von EADS nach Zahlen zu den ersten neun Monaten des Jahres auf "Selected List" mit einem Kursziel von 29,00 Euro belassen. Einerseits habe das Airbus A350-Programm belastet, andererseits habe ein positiver Einmalposten beim A340 für Entlastung gesorgt, schrieb Analyst Antoine Boivin-Champeaux in einer Studie vom Montag. Der Luft- und Raumfahrtkonzern habe die Jahresziele angehoben, am Wortlaut für 2012 aber nichts verändert. EADS dürfte sich weiterhin überdurchschnittlich entwickeln, allerdings nicht mehr so stark wie von ihm zuletzt angenommen, so der Experte.
HHLA
FRANKFURT - Die australische Investmentbank Macquarie hat die Einstufung für HHLA (Hamburger Hafen und Logistik) nach Zahlen auf "Underperform" mit einem Kursziel von 29,00 Euro belassen. Das dritte Quartal des Hafenbetreibers habe die Erwartungen insgesamt etwas übertroffen, schrieb Analyst Robert Joynson in einer Studie vom Montag. Der operative Trend mache weiterhin einen robusten Eindruck. Der gleichzeitig angehobene operative Ausblick sei mehr oder weniger schon erwartet worden. Er bleibe zwar bei seiner Verkaufsempfehlung. Viele Risiken seien allerdings mehr und mehr im Kurs berücksichtigt, und so halte er das Abwärtspotenzial für begrenzter als zuvor.
HOCHTIEF
DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Hochtief (HOCHTIEF) nach Zahlen und einer gesenkten Prognose auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 70,00 Euro belassen. Das dritte Quartal des Bau- und Dienstleistungskonzerns sei besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Montag. Die von Hochtief gesenkte Jahresprognose sei einzig auf den nicht mehr berücksichtigten Erlös aus dem geplanten Verkauf der Flughafenbeteiligungen zurückzuführen, betonte er. Er werde sein Modell nach der auf die Zahlen folgenden Telefonkonferenz anpassen.
NORDEX
LONDON - Barclays Capital hat Nordex nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 7,30 Euro belassen. Der Hersteller von Windkraftanlagen habe ihre Erwartungen übertroffen, schrieben die Analysten in einer Studie vom Montag. Positiv seien die angekündigten Kostensenkungen, das für 2012 in Aussicht gestellte Erreichen der Gewinnzone sowie die Auftragsprognosen des Managements. Negativ seien hingegen die kassierten Unternehmensziele für 2011, die hohen Auftragsbestände und dass noch kein Partner für das Offshore-Projekt verkündet worden sei.
DIENSTAG
ALLIANZ
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Allianz nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Add" mit einem Kursziel von 92,00 Euro belassen. Operativ habe der Versicherer besser abgeschnitten als von ihm und vom Markt erwartet, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Dienstag. Treiber sei das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen gewesen. Der Nettogewinn habe hingegen wegen höherer Abschreibungen die Erwartungen verfehlt. Pfänder erhöhte seine operative Gewinnprognose für 2011 geringfügig um ein Prozent. Für 2012 änderte er sie nicht. Seine Dividendenschätzung für 2011 kürzte er von 4,50 auf 3,50 Euro je Aktie.
BILFINGER BERGER
DÜSSELDORF - Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Bilfinger Berger nach Quartalszahlen auf "Halten" mit einem Kursziel von 67,00 Euro belassen. Der Baukonzern habe ein solides Zahlenwerk vorgelegt, das seinen Schätzungen entsprochen habe, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Dienstag. Der Ausblick sei positiv. Auch der Einstieg des Finanzinvestors Cevian sei eine gute Nachricht.
EON
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat Eon auf "Buy" mit einem Kursziel von 24,00 Euro belassen. Der Versorger dürfte von zunehmend knappen Stromerzeugungskapazitäten in Zentraleuropa profitieren, schrieben die Analysten in einer Branchenstudie vom Dienstag. Die Strompreise und die Profitabilität bei der Energieerzeugung könnten steigen. Daher sei Eon ein Sektor-"Top Pick".
HHLA
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für HHLA (Hamburger Hafen und Logistik) nach Neunmonatszahlen von 29,50 auf 25,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Hafenlogistiker habe seine Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst Jörg-Andre Finke in einer Studie vom Dienstag. Die Gewinnprognosen habe er dennoch reduziert, um die spezifizierten Unternehmensziele sowie das zunehmend schwierige Konjunkturklima widerzuspiegeln. Sollten die nach wie vor zu optimistischen Markterwartungen fallen, dürfte das den Kurs aber kaum belasten, da der Schritt bereits eingepreist sei.
HOCHTIEF
LONDON - Die Citigroup hat das Kursziel für Hochtief (HOCHTIEF) von 75,00 auf 68,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Wegen der vorsichtigeren Unternehmensaussagen und der zunehmenden konjunkturellen Ungewissheit habe er die Gewinnprognosen für 2012 und 2013 reduziert, schrieb Analyst Mike Pinkney in einer Studie vom Dienstag. Seine grundlegend positive Einschätzung des Baukonzerns sei allerdings intakt. Die angekündigte Verzögerung beim Verkauf der Flughafenbeteiligungen sei auch kein größeres Problem, da es wohl nicht an zu niedrigen Preisangeboten, sondern am allgemein schwachen Finanzmarktumfeld liege. Er rechne weiterhin mit einer Veräußerung in der nahen Zukunft. Die Aktien böten immer noch einen hohen Wert.
KABEL DEUTSCHLAND
DÜSSELDORF - Die WestLB hat die Einstufung für Kabel Deutschland nach Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal auf "Neutral" belassen. Auf operativer Ebene hätten die Kennziffern weitgehend den Erwartungen entsprochen, schrieb Analyst Wolfgang Specht in einer Studie vom Dienstag. Allerdings habe das Management eine etwas vorsichtigere Haltung mit Blick auf das zweite Geschäftshalbjahr eingenommen. Die Gründe seien schwächere Umsatzerwartungen im Internet- und Telefongeschäft. Auch eine steigende Kundenabwanderungsrate im Basiskabelgeschäft dürfte die Umsätze unter Druck setzen.
SOLARWORLD
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Solarworld (SolarWorld) nach zurückgenommenen Unternehmenszielen auf "Hold" mit einem Kursziel von 2,50 Euro belassen. Mit den gekürzten Jahreszielen des Solarzellen-Herstellers habe sie gerechnet, schrieb Analystin Lauren Licuanan in einer Studie vom Dienstag. Die Bilanzkennziffern verschlechterten sich weiter. Auf Jahressicht erwartet die Expertin einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro.
UNICREDIT
PARIS - Die französische Investmentbank Cheuvreux hat das Kursziel für Unicredit (UniCredito Italiano) nach den am Vortag beschlossenen Strategieentscheidungen von 0,83 auf 0,76 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Die Schritte der italienischen Großbank seien richtig, der Zeitpunkt sei wegen der schwelenden Schuldenkrise aber nicht gerade vorteilhaft für Kapitalmaßnahmen, schrieb Analystin Silvia Benzi in einer Studie vom Dienstag. Sie habe ihre Gewinnschätzung für 2011 gekürzt, für 2012 und 2013 jedoch unverändert gelassen. Die Bewertung der Aktie bleibe unattraktiv, und so bevorzuge sie die Titel des Konkurrenten Intesa SanPaolo (Intesa Sanpaolo).
MITTWOCH
BILFINGER BERGER
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Bilfinger Berger nach der Telefonkonferenz zu den Zahlen des dritten Quartals auf "Buy" mit einem Kursziel von 70,00 Euro belassen. Die Aussagen des Baukonzerns hätten seine mittelfristige Annahme bestätigt, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer Studie vom Mittwoch. Die geäußerten Produktions- und Gewinnziele implizierten bis 2016 einen organischen Gewinnanstieg um jährlich 7 Prozent, was seiner Erwartung im hohen einstelligen Bereich entspreche. Im dritten Quartal hätten die Auftragseingänge zwar auf den ersten Blick einen schwachen Eindruck hinterlassen, letztendlich lasse sich dies aber mit der normalen Saisonalität begründen.
HANNOVER RUECK
LONDON - Nomura hat Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 37,00 auf 40,00 Euro angehoben. Der Rückversicherer dürfte 2011 starke Ergebnisse erzielen, begründete Analyst Michael Klien das neue Votum in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Dafür sollte die Streuung und Weitergabe der Rückversicherungsrisiken sorgen (Retrozession). Zudem dürften die Rückversicherungsprämien auch 2012 weiter steigen.
INFINEON
LONDON - Barclays Capital hat Infineon (Infineon Technologies) nach endgültigen Zahlen zum vierten Geschäftsquartal 2010/11 auf "Overweight" mit einem Kursziel von 9,10 Euro belassen. Der Chipproduzent habe die bereits bekannten Eckdaten bestätigt und sich vorsichtig zum laufenden Geschäftsjahr geäußert, schrieben die Analysten in einer Studie vom Mittwoch. Die Unternehmensziele lägen etwas unter den Markterwartungen, die sinken dürften. Vor diesem Hintergrund seien die Aktien vernünftig bewertet.
KABEL DEUTSCHLAND
FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Kabel Deutschland nach Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 50,00 Euro belassen. Die Anpassungen in ihrem Modell für den Kabelnetzbetreiber seien nach den Resultaten nur geringfügiger Natur, schrieb Analystin Heike Pauls in einer Studie vom Mittwoch. Wichtigste Änderung sei eine etwas optimistischere Erwartung für das Wachstum im Pay-TV-Geschäft. Wegen möglicher Engpässe bei Komponenten für HD-TV-Receiver bleibe sie jedoch bei ihrer vorsichtigen Haltung.
MUNICH RE
LONDON - Morgan Stanley hat Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Overweight" mit einem Kursziel von 129,00 Euro belassen. Die teils niedrigere Solvabilität europäischer Versicherer könnte deren Nachfrage nach Rückversicherungen ankurbeln, schrieb Analyst Maciej Wasilewicz in einer Studie vom Mittwoch. Das könnte bei der anstehenden Erneuerungsrunde die Entwicklung der Rückversicherungsprämien unterstützen. Unter den Aktien der großen Rückversicherer bleibe Munich Re der "Top Pick".
PFEIFFER VACUUM
HAMBURG - Die Berenberg Bank hat Pfeiffer Vacuum Technology nach einem Unternehmensbesuch und Zahlen von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 82,00 auf 84,00 Euro angehoben. Nach den schwachen Quartalszahlen und dem gesenkten Ausblick hätten die Konsensschätzungen für den Pumpenhersteller bereits angefangen zu sinken, schrieb Analyst Stephan Klepp in einer Studie vom Mittwoch. Zudem sei der Kurs um 17 Prozent nach unten gegangen, so dass die Aktie nun ein attraktives Einstiegsniveau biete, was einen neuen Blick auf den Anlagehintergrund ermögliche. Er gehe davon aus, dass die Synergieeffekte aus der Adixen-Übernahme zunehmend wirksam würden. Zudem sei aufgrund der Fertigstellung vieler Auftragsarbeiten noch im Schlussquartal mit starken Margen zu rechnen.
SALZGITTER
FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung für Salzgitter nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 53,00 Euro belassen. Der Vorsteuergewinn bei dem Stahlkonzern sei zwar gegenüber dem zweiten Quartal deutlich zurückgegangen, das Management sei aber bezüglich des vierten Quartals recht optimistisch, schrieb Analyst Stefan Freudenreich in einer Studie vom Mittwoch. Er hat seine Prognose lediglich marginal angepasst. Positive Nachrichten seien durch Akquisitionen in der Röhren-Sparte zu erwarten.
DONNERSTAG
INFINEON
LONDON - Barclays Capital hat das Kursziel für Infineon (Infineon Technologies) nach endgültigen Zahlen zum Schlussquartal 2010/11 von 9,10 auf 8,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Der Chipproduzent habe die bereits bekannten Eckdaten bestätigt, allerdings Prognosen unter den Markterwartungen vorgelegt, schrieb Analyst Andrew Gardiner in einer Studie vom Donnerstag. Die Gründe seien die schwächere Konjunktur insbesondere in den spätzyklischen Industriesektoren. Er habe die Gewinnprognosen entsprechend reduziert. Gleichzeitig sei aber das Profitabilitätspotenzial des Unternehmens besser erkennbar geworden. Da dies den Kurs bei circa acht Euro stützen sollte, bleibe es beim "Overweight"-Votum.
LONDON STOCK EXCHANGE
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für London Stock Exchange (LSE) nach einem Zwischenbericht zum ersten Geschäftshalbjahr von 850,00 auf 780,00 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Der Börsenbetreiber habe seine Erwartungen erfüllt und für keine größeren Überraschungen gesorgt, schrieb Analyst Paul Measday in einer Studie vom Donnerstag. Angesichts des nach wie vor schwierigen Marktumfeldes habe er die Prognosen unverändert belassen. Die Zielkorrektur spiegele die niedrigere Branchenbewertung wider.
MARSEILLE KLINIKEN
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Marseille-Kliniken nach Zahlen zum ersten Geschäftsquartal auf "Add" mit einem Kursziel von 2,70 Euro belassen. Die Resultate hätten eine positive Dynamik bei dem Pflegeheimbetreiber gezeigt, schrieb Analyst Oliver Metzger in einer Studie vom Donnerstag. Der Umsatz habe die Erwartungen zwar leicht verfehlt, doch habe die Restrukturierung sich positiv auf die Profitabilität ausgewirkt. Zudem rechne das Management aufgrund einer höheren Auslastung der Betreuungseinrichtungen mit weiteren Verbesserungen. Die Ergebnisse hätten seine positive Bewertung der Trendwende untermauert.
NORDEX AG
LONDON - Goldman Sachs hat das Kursziel für Nordex von 3,60 auf 3,30 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Sell" belassen. Der Hersteller von Windkraftanlagen habe durchwachsene Resultate vorgelegt, schrieb Analyst Stephen Benson in einer Studie vom Donnerstag. Kurzfristig bleibe er unter anderem wegen Subventionskürzungen in wichtigen Märkten und der Konjunkturrisiken vorsichtig. Allerdings sei die Auftragsentwicklung ermutigend gewesen. Er habe indes die Gewinnprognosen für 2011 wegen Projektverzögerungen und Einmalkosten reduziert.
WIRECARD
FRANKFURT - Das Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Wirecard nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 13,00 Euro belassen. Der Zahlungsabwickler habe mit der Vorlage der endgültigen Zahlen für das dritte Quartal die Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst Christoph Schlienkamp in einer Studie vom Donnerstag. Es gebe keine wesentlichen Abweichungen zu den Ende Oktober vorveröffentlichten Eckdaten, daher bleibe sein Bewertungsmodell unverändert.
FREITAG
AHOLD
PARIS - Exane BNP Paribas hat Ahold nach Zahlen zum dritten Quartal auf "Outperform" mit einem Kursziel von 12,20 Euro belassen. Die Preisinvestitionen in der ersten Jahreshälfte hätten sich ausgezahlt und zu einem beschleunigten Umsatzwachstum geführt, schrieb Analyst Philippe Suchet in einer Studie vom Freitag. Die Margen seien dadurch aber gesunken. Dennoch verfolge der Supermarktkonzern eine gute Strategie, da im gegenwärtigen Marktumfeld das Erlöswachstum wichtig für die spätere Profitabilität sei.
DEUTSCHE BOERSE
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Deutsche Börse nach angekündigten Zugeständnissen gegenüber den Wettbewerbswächtern im Zusammenhang mit der geplanten Fusion mit der NYSE Euronext (NYSE Group) auf "Buy" mit einem Kursziel von 62,00 Euro belassen. Sich überlappende Teile des Europa-Geschäfts mit Derivaten auf Einzelaktien sollten demnach verkauft und den Konkurrenten solle Zugang zum Clearing-System für Zins- und Aktienindex-Derivate gewährt werden, schrieb Analyst Roland Pfänder in einer Studie vom Freitag. All das sei durchführbar und dürfte das Wertsteigerungspotenzial der Akquisition nicht zerstören.
METRO
PARIS - Die französische Investmentbank Cheuvreux hat Metro (METRO) auf "Underperform" mit dem Kursziel 34,00 Euro belassen. Von der Sitzung des Aufsichtsrats an diesem Freitag würden die Entscheidungen zur Wahl eines Aufsichtsratsvorsitzenden und wahrscheinlich auch eines Vorstandschefs erwartet, schrieb Analyst Jürgen Kolb in einer Studie vom Freitag. Beide Entscheidungen seien sehr wichtig für das Unternehmen, weil sie eine Periode der Spekulation und in gewisser Weise auch ein Vakuum im Management des Konzerns beenden würden. Die derzeitige Situation sei gerade auch im Hinblick auf strategische Entscheidungen wie etwa den geplanten Kaufhof-Verkauf nicht ideal. Zudem habe das wichtige Weihnachtsquartal begonnen, in dem Metro in der Vergangenheit rund 30 Prozent seiner Jahresumsätze und 62 Prozent des operativen Gewinns erzielt habe. Die erwarteten Personalentscheidungen hätten die Aktien bereits unterstützt, vom Weihnachtsgeschäft erwarte er hingegen keine positiven Überraschungen, schrieb der Experte weiter. Daher bleibe er bei seiner Einschätzung für das Papier.
VOESTALPINE
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Voestalpine (VOGT electronic) von 39,00 auf 36,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Angesichts der konservativen Unternehmensprognosen für den operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr 2011/12 habe er seine Schätzungen reduziert, schrieb Analyst Alessandro Abate in einer Studie vom Freitag. Allerdings seien die Aktien nach wie vor günstig bewertet. Kursschwächen sollten für einen Kauf genutzt werden.
ZURICH FINANCIAL SERVICES
LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Zurich Financial Services (Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) (ZFS) nach Zahlen zum dritten Quartal von 215,00 auf 245,00 Franken angehoben, die Einstufung aber auf "Equal-weight" belassen. Der Versicherer habe die Erwartungen erfüllt, schrieb Analyst Farooq Hanif in einer Studie vom Freitag. Die bereinigte Verlustquote habe sich gebessert, die Bilanz sei solide und die Prämiendynamik positiv. Allerdings böten andere Versicherer eine attraktivere Dividende. Zudem hätten die Aktien des Wettbewerbers Allianz ein besseres Chance-/Risikoverhältnis.
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Bildquellen: Wolfgang Kriegbaum