15.07.2012 14:44
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Deutsche Bank hofft auf geringe Schäden in Libor-Affäre

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    FRANKFURT (dpa-AFX) - In der Affäre um manipulierte Zinssätze hofft die Deutsche Bank offenbar, mit einer Kronzeugenregelung billiger davonzukommen. Bei der EU-Kommission, die neben anderen Behörden ermittelt, sowie in der Schweiz habe Deutschlands größte Bank schon 2011 die Regelung beantragt und kürzlich erlangt, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Die Bank hoffe auf möglichst geringe Schäden für Bilanz und Reputation, wenn sie bei den Ermittlungen helfe. Ein Konzernsprecher wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren.

 

    Zwischen 2005 und 2011 sollen die Deutsche Bank und zahlreiche andere Finanzkonzerne Versuche unternommen haben, den Liborsatz zu manipulieren. Dieser Satz wird von den Banken ermittelt und genutzt, wenn sie sich untereinander Geld leihen. Laut einer Studie von Morgan Stanley könnten auf die verdächtigen Banken insgesamt Strafen und Schadensersatzforderungen von 22 Milliarden Dollar zukommen.

 

    Dabei nahmen die Analysten die Summe von umgerechnet 450 Millionen Dollar als Basis, die britische und amerikanische Aufsichtsbehörden der Barclays Bank aufgebrummt hatten. Barclays war die erste Bank, die zur Rechenschaft gezogen wurde. Daneben stehen weitere Banken aus Europa, den USA und Asien im Visier der Aufsichtsbehörden. Die finanziellen Belastungen für die Deutsche Bank könnten sich nach Schätzungen von Morgan Stanley auf gut eine Milliarde Dollar belaufen. Das sei aber eine grobe Berechnung, hieß es einschränkend./kno/DP/stb

 

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