29.12.2012 16:56
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Deutsche Bank rechnet weiter mit BHF-Verkauf an RHJ

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank setzt weiter auf einen Verkauf der Verkauf der BHF an die Finanzgruppe RHJ. "Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass dieser Prozess ohne großen Verzug erfolgreich zu Ende gebracht wird", sagte Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe). "Wir haben geliefert und meines Wissens verfügt die Bafin über die vollständigen Unterlagen. Es hat auch ein Dialog stattgefunden." Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass der Verkauf der BHF erneut am Widerstand der Finanzaufsichtsbehörde Bafin scheitern könnte.

 

    Gerüchten, denen zufolge die Finanzaufsicht die BHF auf Dauer lieber bei der Deutschen Bank sehen würde und daher einen Verkauf an RHJ blockieren könnte, schenkt Fitschen keinen Glauben: "Das kann ich mir nicht vorstellen, weil es für alle Beteiligten nachteilig wäre, nicht zuletzt für die mehr als 1.000 Beschäftigten der BHF-Bank." Die Deutsche Bank habe eine Menge getan, um die BHF zu stabilisieren. "Wir reichen die Bank ja nicht so weiter, wie wir sie vorgefunden haben. Ich hoffe, dass das gewürdigt wird."

 

    Die Deutsche Bank hatte die BHF-Bank 2009 zusammen mit der Privatbank Sal. Oppenheim erworben und anschließend sofort zum Verkauf gestellt. Anfang 2011 hatte sich der Dax-Konzern (DAX) mit der Liechtensteiner Fürstenbank LGT auf einen Verkauf der BHF geeinigt - die Bafin ließ dieses Geschäft jedoch im letzten Moment platzen. Danach hatte die Deutsche Bank Verhandlungen mit dem Investor RHJ, hinter dem der ehemalige Dresdner-Bank-Vorstand Lenny Fischer steht, aufgenommen.

 

    Der erste Versuch scheiterte jedoch Ende 2011 ebenfalls am Widerstand der Bafin. Diese hatte vor allem Zweifel an der Finanzkraft von RHJ. Fischer suchte daraufhin Co-Investoren und fand diese schließlich zum Beispiel in Stefan Quandt, der unter anderem Großaktionär von BMW ist. Die Deutsche Bank und RHJ einigten sich dann im September auf den Verkauf der BHF. Die größte deutsche Bank soll für das Frankfurter Traditionshaus 384 Millionen Euro bekommen./zb

 

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