Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) teilte am Montag mit, dass sie beabsichtigt, eine Neusegmentierung des Open Markets (Freiverkehr) vorzunehmen.
Wie der Börsenbetreiber mitteilte, soll das First Quotation Board in seiner jetzigen Form geschlossen werden, außerdem ist eine Verschärfung der Regeln für den Entry Standard vorgesehen. Zukünftig sollen im übrigen so genannten Quotation Board neben Anleihen nur noch Aktien einbezogen werden, die wie im bisherigen Second Quotation Board, ein Listing an einem anderen von der Deutschen Börse anerkannten in- oder ausländischen börsenmäßigen Handelsplatz haben.
Den Angaben zufolge stand mit dem First Quotation Board seit 2008 ein weiteres Finanzierungsinstrument zur Verfügung, in dem die antragstellenden Teilnehmer die Auswahl der Emittenten übernommen haben. Anfang 2011 wurden die Anforderungen im First Quotation Board zum Schutz des Kapitalmarktes verschärft. Nach Erkenntnissen der Deutschen Börse, der Hessischen Börsenaufsicht sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist es trotz straf- und aufsichtsrechtlicher Maßnahmen, der engen Einbindung der Antragsteller und der Verschärfungen der Einbeziehungsvoraussetzungen weiterhin zu massiven und häufigen Verdachtsfällen auf Marktmanipulation gekommen, hieß es.
Die Aktie der Deutschen Börse verliert aktuell 0,39 Prozent auf 47,02 Euro. (06.02.2012/ac/n/d)