Von Jacob Bunge
CHICAGO--Die Deutsche Börse will in zwei Wochen endlich ihr lange geplantes Angebot für außerbörslich gehandelte Zinsswaps in Europa auf den Weg bringen. Der Frankfurter Börsenbetreiber will sich damit ein noch größeres Stück von dem gewaltigen Kuchen privat gehandelter Derivate sichern. Dieser Markt ist etwa 650 Billionen US-Dollar groß.
Der DAX-Konzern bringt seine Derivate-Tochter Eurex damit in Stellung gegen LCH.Clearnet. Die britisch-französische Clearing-Gesellschaft dominiert seit mehr als einem Jahrzehnt das Geschäft mit Zinsswaps. Das neue Angebot der Eurex heißt EurexOTC Clear. Das Angebot richte sich an die Marktteilnehmer der Käufer- und der Verkäuferseite, sagte Andreas Preuss, Eurex-Chef und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG.
Im Clearing-Geschäft tritt eine sogenannte "Central Counterparty" - oder Clearinghaus - als zentrale Vertragspartei auf. Sie ist also dem Verkäufer ein Käufer und dem Käufer ein Verkäufer. Gleichzeitig poolt sie die Sicherheiten der Handelspartner.
Die Regulierungsbehörden schreiben bei außerbörslichen Zinsswaps eine Clearing-Stelle vor, und zwar für den größten Teil der amerikanischen und europäischen außerbörslichen Derivatemärkte. Der Clearing-Zwang soll laut Eurex jedoch frühestens Mitte 2013 kommen.
--Katy Burne hat zu diesem Bericht beigetragen.
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October 31, 2012 14:27 ET (18:27 GMT)
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