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29.10.2012 09:26

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KOSTENERHÖHUNG UM 250%?

Deutsche Börse warnt vor massiven Kosten durch Steuer

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Die Finanztransaktionssteuer wird nach Ansicht der Deutschen Börse zu massiven Belastungen führen.

Die Abgabe erhöhe die Kosten für Händler um 250 Prozent, sagte der für das Handelsgeschehen zuständige Deutsche Börse-Vorstand Frank Gerstenschläger in einem Gespräch mit den Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa. "Wer glaubt, dass das nicht zu Abwanderungen in ein anderes Land, eine andere Plattform oder eine andere Produktkategorie führt, der irrt."

   Zehn europäische Länder - darunter Deutschland und Frankreich - haben sich darauf verständigt, bei der Börsensteuer voranzugehen. Eine EU-weite Einführung ist nicht in Sicht, da vor allem die Nicht-Euro-Länder Großbritannien und Schweden bremsen. Frankreich hat bereits Anfang August eine Abgabe eingeführt. Wie sich diese auswirke, könne er noch nicht beurteilen, sagte Gerstenschläger.

   Der Ende März 2013 ausscheidende Kassamarkt-Vorstand betonte, der Frankfurter Marktbetreiber spreche sich keinesfalls gegen mehr Regeln aus: "Wir als Infrastrukturanbieter haben ein großes Interesse daran, dass Dinge standardisiert werden und mehr Transparenz entsteht. Wir sind Teil der Lösung, nicht des Problems." Deswegen begrüße der DAX-Konzern auch die von der Bundesregierung geplanten Regeln für den Hochfrequenzhandel. Er warnte allerdings vor einer Verteufelung des Instruments: "Der schnelle elektronische Handel hilft den Märkten - er sorgt für Liquidität und leistet einen wichtigen Beitrag zur Preisfindung."

 Vor allem müsse der außerbörsliche Handel reglementiert und zu Transparenz gezwungen werden. Wichtig sei jedoch, dass bei neuen Regeln "nicht an jeder Grenze wieder eine neue Komplexität" entstehe, mahnte Gerstenschläger./enl/zb/he

    ESCHBORN (dpa-AFX)

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Kommentare zu diesem Artikel

bond_007 schrieb:
29.10.2012 10:36:13

@anna_blume: Für Daytrader greift die Steuer nicht da sie über den Tag genettet werden kann: Käufe und Verkäufe innerhalb eines Tages können genettet werden. Sie ist eine reine Endverbrauchssteuer.

bond_007 schrieb:
29.10.2012 10:29:05

In Großbritannien gibt es die Stamp duty reserve tax SDRT, eine seit 1694 existierende Stempelsteuer für den Handel mit Aktien inländischer Gesellschaften an der Börse. Allerdings hat UK keine Extra-Steuern auf Dividenden wie F oder CH.

ottnang schrieb:
29.10.2012 10:22:07

Österreich und neu, auch Frankreich praktizieren bereits die Transaktionsteuer. Bei uns kommt sie. Gezahlt wird die vom normalen Anleger. Schade! Es soll sich niemand wundern, wenn dann England und Schweden die Hauptprofiteure sind mit ihren Aktien.

notebookled schrieb:
29.10.2012 10:11:40

@anna blume

lustig, ich frag mich dann aber wer liquidität in den markt bringen soll wenn es nicht die trader und daytrader sind!

bond_007 schrieb:
29.10.2012 10:10:27

@anna_blume: Ihre Vermutung ist falsch. Die Transaktionssteuer wird voll auf den Kunden umgelegt. Bereits jetzt gibt es eine Transaktionssteuer vor französische Aktien. Die bezahlt der normale Anlager zu 100%.

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