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26.06.2009 07:45

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Deutsche Börsen: Schwach ins Wochenende --Wall Street uneinheitlich -- UBS stärkt Kapital -- Qantas storniert Boeing-Bestellungen -- Porsche vor Einigung mit Katar -- Quelle-Entscheidung bis Montag


Die deutschen Börsen haben die Handelswoche mit roten Vorzeichen beendet. Die US-Börsen verabschiedeten sich uneinheitlich. Über den Massekredit für Quelle soll bis Montag entschieden werden. Porsche steht vor der Einigung mit Katar. Die UBS kündigte eine Kapitalerhöhung an.


Heute anstehende Termine:
- Japan: Verbraucherpreise Tokio Juni
- USA: Persönliche Einkommen und Auslagen Mai
- USA: Verbraucherstimmung Uni Michigan Juni





Deutsche Börsen schließen rot
Die deutschen Börsen notierten im Sog positiver Vorgaben aus den USA und Asien am Freitag zunächst mit Gewinnen. Gegen Mittag drehte die Stimmung allerdings, die Börsen konnten ihre Gewinne nicht verteidigen und rutschten am Nachmittag ins Minus, wo sie auch schlossen. Die Nachrichtenlage war am letzten Handelstag der Woche sehr übersichtlich. Am Nachmittag kamen Handelsimpulse einmal mehr aus den USA. Während die persönlichen Einnahmen deutlich stärker gestiegen sind als erwartet, entwickelten sich die Ausgaben, wie von Experten erwartet. Das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung hat sich im Juni 2009 unterdessen verbessert.

Der DAX legte zum Handelsstart am Freitag rund ein halbes Prozent zu, baute seine Gewinne im Verlauf aber rasch aus. Gegen Mittag schrumpften die Aufschläge, am Nachmittag rutschte der Leitindex ins Minus und gab schlußendlich um 0,5 Prozent auf 4.776 Zähler nach.

Der TecDAX konnte sich kurzzeitig in die Gewinnzone zurück kämpfen, musste sich dem Abwärtstrend aber ebenfalls ergeben und ging 0,5 Prozent schwächer bei 613 Zählern aus dem Handel.

22:25 Uhr: Uneinheitlicher Wochenausklang in den USA
Die US-Börsen haben sich nach zunächst schwachem Start im Handelsverlauf am Freitag uneinheitlich entwickelt. Vorbörslich wurden die persönlichen Einnahmen und Ausgaben veröffentlicht. Während die Einnahmen deutlich stärker gestiegen sind als erwartet, entwickelten sich die Ausgaben, wie von Experten erwartet. Das US-Verbrauchervertrauen in die Wirtschaftsentwicklung hat sich im Juni 2009 verbessert. Dies geht aus einer Umfrage der University of Michigan hervor. So lag der Index im Berichtszeitraum bei 70,8 Punkten, wohingegen Volkswirte einen Stand von 69,0 Punkten erwartet hatten. Die australische Fluggesellschaft Qantas hat 15 Dreamliner-Modelle von Boeing storniert, 15 weitere Maschinen sollen vier Jahre später ausgeliefert werden. Das brachte die Aktie unter Druck.

Der Dow Jones verblieb in der Gewinnzone und ging mit einem Abschlag von 0,49 Prozent bei 8.431,28 Punkten aus dem Handel. An der Technologiebörse Nasdaq Composite ging es 0,23 Prozent auf 1.836,75 Zähler aufwärts.

20:43 Uhr: Lufthansa-Chef sieht Krisenende kommen
Der Chef der größten deutschen Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa, Wolfgang Mayrhuber, glaubt, dass die Branche das Schlimmste bereits gesehen hat: "Mein Gefühl ist: Wir haben jetzt den Boden langsam erreicht", so der Manager gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Dabei hatte das Unternehmen erst in der vergangenen Woche mit einer Quasi-Gewinnwarnung von sich Reden gemacht und einen drastischen Sparkurs angekündigt.

18:15 Uhr: Sberbank: Übereinkunft mit Opel wird dauern
Die russische Sberbank, die gemeinsam mit dem österreichisch-kanadischen Automobilzulieferer Magna International einen Einstieg bei dem deutschen Autobauer Opel plant, geht angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht davon aus, dass die Pläne zeitnah umgesetzt werden können. "Wir stecken in den Verhandlungen. Als optimistischste Variante könnte eine Übereinkunft frühestens im September getroffen werden", so der Chef der größten russischen Bank, German Gref. Auch ein Scheitern der Verhandlungen schloss der Manager ausschließlich nicht aus.

17:21 Uhr: Euro gewinnt zum Dollar an Boden
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat sich zum Dollar am Freitag positiv entwickelt. Die Anleger zeigen sich Experten zufolge wieder zuversichtlicher, was die Konjunktur angeht und steigen daher aus dem Greenback, der als "sicherer Hafen" gilt, aus. Am Vortag hatten überraschend gestiegene Auftragseingänge der US-Industrie wieder für mehr Zuversicht an den Devisenmärkten gesorgt.

17:09 Uhr: Daimler dementiert Porsche-Interesse
Der Stuttgarter Autobauer Daimler plant keinen Einstieg bei dem Sportwagenhersteller Porsche. Konzernchef Dieter Zetsche betonte in der "Welt am Sonntag", dass Porsche "doch ganz offensichtlich technisch und inhaltlich sehr eng in die Aktivitäten des VW-Konzerns integriert" sei. Es scheine ihm daher nicht sinnvoll daran zu denken, diese Integration durch eine andere zu ersetzen.

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