Deutsche Börsen fest - JPMorgan-Milliardengewinn -- Porsche-Zukunft: Ringen geht weiter -- Nokia: Gewinneinbruch --Sony Ericsson tiefrot -- Lufthansa: Milliardensparkurs
Heute anstehende Termine:
- USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche
- USA: Philadelphia Fed Index Juli
- Carrefour: Quartalszahlen
- Electrolux: Quartalszahlen
- Google: Quartalszahlen
- IBM: Quartalszahlen
- JPMorgan: Quartalszahlen
- Nokia: Quartalszahlen
- Novartis: Quartalszahlen
- Rio Tinto: Quartalszahlen
JPMorgan schiebt Dax an
Nach drei erfolgreichen Handelstagen in Folge setzten an den deutschen Börsen am Donnerstag zunächst leichte Gewinnmitnahmen ein. Im weiteren Verlauf suchten die Börsen nach ihrer Richtung, gaben ihre Zurückhaltung nach der Veröffentlichung der erfreulichen Zahlen der US-Großbank JPMorgan aber auf. Das Institut hat die Erwartungen deutlich übertroffen. Auf deutscher Seite stand erneut das Ringen um eine Zukunft von Porsche im Blickpunkt der Börsianer. Nach dem Hickhack um einen möglichen Rücktritt von Porsche-Chef Wiedeking vom Vortag berichten Medien heute, dass ein Einstieg von Volkswagen bei den Stuttgartern nun doch kurz bevor steht. Auch dies wurde von einem Sprecher einmal mehr zurückgewiesen. Im Handelsverlauf sorgten zudem Zahlen des Mobilfunkriesen Nokia für Bewegung - der Konzern verzeichnete einen massiven Gewinneinbruch.
Der DAX rutschte zum Handelsstart rund 0,3 Prozent ins Minus und suchte im weiteren Verlauf nach seiner Richtung. Die Zahlen von JPMorgan schoben den Leitindex am Mittag deutlich an - die Standardwerte erklommen zeitweise neue Tageshochs, Finanztitel stützten die Kurse. Letztlich stand ein Kursplus von 0,6 Prozent auf 4.957 Zähler zu Buche.
Der TecDAX konnte indes ebenfalls erneut zulegen. Das Börsenbarometer kletterte um 0,9 Prozent auf 649 Indexzähler.
17:00 Uhr: Opel - RHJ will in Deutschland 3.900 Stellen streichen
Der Finanzinvestor RHJ International will im Falle einer Opel-Übernahme in Deutschland 3.900 Stellen abbauen. Presseangaben zufolge muss sich insbesondere das Werk in Bochum auf große Einschnitte gefasst machen. Dort sollen 2.200 von derzeit 4.600 Stellen wegfallen. Nach dem ersten Konzept von RHJ hätte das Werk allerdings geschlossen werden sollen. Insgesamt will RHJ in Europa 9.900 Stellen streichen und das Werk in Antwerpen schließen.
16:07 Uhr: Philadelphia-Fed-Index sinkt überraschend
Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im Juli 2009 verschlechtert. Demnach ist der Index von -2,2 Punkten im Juni 2009 auf nun -7,5 Punkte gefallen. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Rückgang auf lediglich -3,3 Punkte ausgegangen.
15:45 Uhr: US-Börsen drehen ins Plus
Nach zunächst schwachem Start überwiegt die Freude über die JPMorgan-Zahlen, die US-Börsen drehen ins Plus.
15:35 Uhr: Trotz JP Morgan: US-Börsen schwächer
Die US-Börsen steigen mit leichten Verlusten in den Donnerstagshandel ein. Obwohl die US-Großbank JPMorgan mit einem Milliardengewinn überzeugte und damit die bislang eher positiv verlaufene Quartalsberichtssaison fortsetzte, nehmen einige Anleger Gewinne mit. Experten begründen dies auch mit Verunsicherung im Zusammenhang mit Sorgen um den in Schieflage geratenen Mittelstandsfinanzierer CIT Group. Von Konjunkturseite kamen vorbörslich überraschend positive Meldungen: Die Situation am US-Arbeitsmarkt hat sich klar verbessert: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche deutlich.
Der Dow Jones verliert zum Handelsstart am Donnerstag leicht. An der Technologiebörse Nasdaq Composite wird zum Start mit nur wenig Bewegung gerechnet.
15:30 Uhr: Dow Jones startet im Minus
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Abschlag von 0,3 Prozent in den Handel ein.
14:51 Uhr:
US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken deutlich
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 11. Juli 2009 klar verbessert. Dies gab das US-Arbeitsministerium am Donnerstag bekannt. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 47.000 auf 522.000, während Volkswirte im Vorfeld nur eine Abnahme auf 553.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 565.000 auf 569.000 nach oben korrigiert.
14:03 Uhr: Ölpreise geben nach
Die Ölpreise sinken im Vortagesvergleich leicht, Anleger nehmen Gewinne mit. Dennoch hält sich das schwarze Gold über der Marke von 60 Dollar je Barrel. Die US-Lagerbestände vom Vortag wirken ebenfalls nach. Die Ölreserven waren deutlicher zurückgegangen als erwartet. Zudem herrscht an den Märkten aktuell weiter Konjunkturoptimismus vor, der einen weiteren Rückgang der Preise bremst.



