Deutsche Börsen mit Verschnaufpause -- Presse: SAP auf US-Einkaufstour -- Deutsche Bank: Sal. Oppenheim-Einstieg in Gefahr? -- GM will wieder an die Börse -- Microsoft verkauft Razorfish
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: Umsatzindex im Verarbeitenden Gewerbe Juni
- Deutschland: sentix-Konjunkturindex August
- GAGFAH: Quartalszahlen
- GWB Immobilien: Quartalszahlen
- PNE Wind: Quartalszahlen
Verschnaufpause an deutschen Parketts
Der Handel am deutschen Aktienmarkt verlief zu Beginn der neuen Woche in ruhigen Bahnen. Die Anleger nahmen nach der positiven Freitagsentwicklung teilweise Gewinnt mit. Impulse von Wirtschafts- und Konjunkturseite gab es zum Wochenstart nur wenige. In den USA pendelt die Berichtssaison langsam aus, eine Reihe deutscher Unternehmen wird erst im Wochenverlauf über ihre Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal berichten. Presseangaben zufolge will der Softwarekonzern SAP in den USA zukaufen. Der Einstieg der Deutschen Bank bei Sal. Oppenheim könnte unterdessen in Gefahr sein.
Der DAX verlor bereits zum Handelsstart und bekam auch im weiteren Verlauf nicht genügend Schwung, um die Gewinnzone in Angriff zu nehmen. Finanztitel gehörten zu den Gewinnern im Leitindex, während Automobilaktien auf den Verkauflisten standen. Der Leitindex gab um 0,7 Prozent auf 5.418 Punkte nach.
Der TecDAX konnte unterdessen gegen den Trend zunächst zugewinnen, schloss jedoch nahezu auf Vortagesniveau bei 679 Punkten.
17:09 Uhr: MLP verkauft Österreich-Geschäft
Der Finanzdienstleister MLP hat sich von seinem Geschäft in Österreich getrennt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, wurde dieses an den Konkurrenten Aragon veräußert. Noch im Herbst sollen die entsprechenden Verträge unterzeichnet werden, wenn die zuständigen Wettbewerbsbehörden der Übernahme zustimmen.
16:59 Uhr: Barnes & Noble kauft zu
Der US-Buchhändler Barnes & Noble hat den Betreiber von College-Buchhandlungen in den USA, Barnes & Noble College Booksellers Inc., zurückgekauft. Dafür legt das Unternehmen 596 Millionen Dollar auf den Tisch. Die Übernahme soll sich deutlich positiv in der Ergebnisentwicklung des Gesamtunternehmens bemerkbar machen.
15:57 Uhr: Nortel-Chef geht nach tiefroten Zahlen
Der insolvente Netzwerkausrüster Nortel Networks hat im zweiten Quartal abermals tiefrote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich hat sich der Fehlbetrag mehr als verdoppelt und belief sich auf 274 Millionen Dollar. Besonders Restrukturierungskosten hatten die Bilanz belastet. Auch die Erlöse brachen ein und lagen mit 1,97 Milliarden Dollar um 25 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der CEO des Unternehmens, Mike Zafirovski, nahm daraufhin mit sofortiger Wirkung seinen Hut.
15:35 Uhr: Roter Handelsstart an der Wall Street
Auch an den US-Parketts kehrt zu Beginn der neuen Woche wieder Ruhe ein, die Anleger schicken die Börsen zum Handelsstart am Montag ins Minus. Angesichts einer weitgehend dünnen Unternehmensagenda rückt der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft in den Fokus, der seine digitale Werbeagentur Razorfish an Publicis verkauft hat. Mit einem massiven Kurssprung belohnen Marktteilnehmer die am Wochenende bekannt gewordene Bilanz von Freddie Mac. Der Hypothekenfinanzierer hat im zweiten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft.
Der Dow Jones büßt zum Handelsstart am Montag 0,3 Prozent ein. Auch an der Technologiebörse Nasdaq Composite wird mit roten Vorzeichen gerechnet.
15:30 Uhr: Dow Jones startet im Minus
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Verlust von 0,3 Prozent in den Handel ein.
14:21 Uhr: ESCADA warnt erneut vor Insolvenz
Der Modekonzern ESCADA hat erneut darauf hingewiesen, dass ihm die Zahlungsunfähigkeit droht, wenn sich nicht genügend Anleger zur Annahme des Umtauschangebotes für eine Anleihe finden. In diesem Fall müsse man noch in dieser Woche einen Insolvenzantrag stellen, so das Unternehmen am Montag. Die Umtauschfrist läuft morgen Nachmittag aus.



