Deutsche Börsen sacken deutlich ab -- Arcandor: Neue Insolvenzanträge - Sal. Oppenheim verkauft Amteil -- Porsche: Katar-Einstieg nicht in Gefahr -- K+S nach Prognosesenkung unter Druck
Heute anstehende Termine:
- GB: Arbeitsmarktdaten Juni
- EU: Außenhandel April
- EU: Produktion Baugewerbe April
- USA: MBA Hypothekenanträge Woche
- USA: Verbraucherpreise Mai
- USA: EIA Ölmarktbericht Woche
- FedEx: Quartalszahlen
- J. Sainsbury: Quartalszahlen
- Kontron: Hauptversammlung
- Krones: Hauptversammlung
- Patrizia Immobilien: Hauptversammlung
- SOLON: Hauptversammlung
- Versatel: Hauptversammlung
Deutsche Börsen im Abwärtssog
Nach der uneinheitlichen Vortagesentwicklung notierten die deutschen Börsen im frühen Mittwochshandel zunächst mit leichten Verlusten, bauten ihre Minuszeichen im weiteren Verlauf aber deutlich aus. Konjunkturdaten aus den USA, die durchwachsen ausgefallen waren, brachten Sorgen zurück an die Parketts, dass eine unmittelbare Wirtschaftserholung doch noch nicht bevor steht. Auf Unternehmensseite interessierten sich Anleger für das Ringen von Porsche um Katar als Investor. Der Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim verkaufte unterdessen seine direkte Beteiligung an dem insolventen Konzern. Der Konzern selbst stellte 15 neue Insolvenzanträge.
Der DAX stieg mit einem Abschlag von 0,2 Prozent in den Handel ein und hielt sich dabei verhältnismäßig stabil. Im weiteren Verlauf musste sich der Leitindex dem Abwärtstrend allerdings ergeben, die Verluste wurden größer und beliefen sich zum Handelsende auf 1,9 Prozent. Die Standardwerte schlossen demnach bei 4800 Punkten.
Der TecDAX zeigte sich zum Start zunächst unverändert, gab im weiteren Verlauf aber ebenfalls deutlich nach und sackte um 3,7 Prozent auf 603 Indexpunkte ab.
17:18 Uhr: Euro gleicht Verluste aus
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat ihre Verluste im Handelsverlauf ausgleichen können und pendelt sich aktuell bei rund 1,39 Dollar ein. Zuvor waren die US-Verbraucherpreise weniger gestiegen, als erwartet. "Mit dem unerwartet moderaten Anstieg der Verbraucherpreise in den USA ist die Zinserhöhungsphantasie etwas aus dem Markt gewichen", sagte HSBC Trinkaus-Experte Rainer Sartoris.
16:35 Uhr: US-Öllagerbestände gehen zurück
Die Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte am Mittwoch für die Woche zum 12. Juni 2009 einen Rückgang der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Minus von 3,9 Millionen Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Plus von 300.000 Barrel bei den Lagerbeständen verzeichnet.
16:29 Uhr: BB&T überweist Hilfen an Finanzministerium zurück
Die US-Regionalbank BB&T hat die vom Staat erhaltenen Finanzhilfen vollständig zurückgezahlt. Die Mittel aus dem TARP-Programm in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar seien vollständig an das Finanzministerium überwiesen worden, die von der Regierung in diesem Zusammenhang übernommenen Vorzugsaktien wurden damit ausgelöst.
15:54 Uhr: U.S. Bancorp zahlt Staatshilfen zurück
Das Großinstitut U.S. Bancorp hat die finanzielle Unterstützung des Staates komplett zurückgezahlt. Die im Zuge des so genannten TARP-Programms erhaltenen Finanzmitel in Höhe von 6,6 Milliarden Euro habe man abgelöst und damit die eigenen Vorzugsaktien zurück gekauft. Darüber hinaus plant das Institut zusätzlich, eine emittierte Wandelanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren zurückkaufen.
15:45 Uhr: US-Börsen kaum verändert
An den US-Parketts zeigt sich im frühen Handel nur wenig Bewegung. Die Indizes steigen nahezu auf Vortagesniveau in den Handel ein und zeigen aktuell leicht negative Tendenzen. Eine klare Richutng ist aber weiterhin nicht auszumachen. Einmal mehr stehen Konjunkturdaten im Fokus der Anleger. Die US-Verbraucherpreise sind im Mai schwächer gestiegen als erwartet. Die US-Realeinkommen gehen indes zurück, während auch das US-amerikanische Leistungsbilanzdefizit im ersten Quartal 2009 einen deutlichen Rückgang auswies. Demnach verringerte sich das Defizit um 34,5 Prozent auf 101,5 Mrd. Dollar, während Volkswirte sogar eine Abnahme auf 85,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Der Logistikriese FedEx hat für das vierte Quartal eine tiefrote Bilanz vorgelegt und enttäuschte zudem mit einem schwachen Ausblick.
Der Dow Jones zeigt sich aktuell kaum verändert. Die Technologiebörse Nasdaq Composite verzeichnet leichte Abschläge.
15:30 Uhr: Dow Jones auf Vortagesniveau
Der US-Leitindex Dow Jones startet unverändert in den aktuellen Handelstag.



