Deutsche Börsen schließen deutlich im Plus -- VW stellt Porsche Ultimatum - Porsche lehnt Teilverkauf an VW ab --Quelle-Entscheidung heute erwartet -- Vodafone am T-Mobile UK interessiert
Heute anstehende Termine:
- EU: Geschäfts- und Verbraucherstimmung Juni
- USA: Chicago Fed National Activity Index Mai
Deutsche Börsen schließen deutlich im Plus
Die deutschen Börsen sind zunächst mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche eingestiegen. Nachdem die Indizes im weiteren Verlauf nach ihrer Richtung suchten, haben am Vormittag die Bullen das Ruder an den Parketts übernommen - die Börsen legten zu und bauten ihre Gewinne am Nachmittag kräftig aus, nachdem sich auch die US-Börsen nach zunächst kaum verändertem Start für die Gewinnzone entschieden hatten. Einmal mehr war die Nachrichtenagenda heute dünn. Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat dem Großaktionär Porsche offenbar ein Ultimatum gestellt, was die Zukunft beider Unternehmen angeht. Die Stuttgarter haben ein Rettungsangebot der Wolfsburger, das den Verkauf von knapp 50 Prozent der Anteile nach Wolfsburg vorsah, unterdessen abgelehnt. Die Zukunft von Quelle dürfte sich bald entscheiden - die EU prüft den Antrag auf einen 50-Millionen-Euro schweren Massekredit.
Der DAX verlor zum Handelsstart am Montag 0,2 Prozent, pendelte im weiteren Verlauf dann um die Nulllinie. Am Vormittag entschied sich der Leitindex für die Gewinnzone und baute am Nachmittag seine Gewinne weiter aus. Schlußendlich legten die Standardwerte kräftig um 2,3 Prozent auf 4.885 Punkte zu.
Der TecDAX gab ebenfalls zunächst leicht nach, legte im weiteren Verlauf aber deutlich zu. Am Ende belief sich das Kursplus auf 2,0 Prozent - das Börsenbarometer ging bei 625 Zählern aus dem Handel.
17:00 Uhr: EU will schnell über Quelle entscheiden
Die Zukunft des insolventen Versandhändlers Quelle liegt in den Händen der EU-Kommission. Dieser liegt der Antrag auf einen Massekredit über 50 Millionen Euro, der den Konzern retten soll, zur Prüfung vor. Ein Sprecher betonte am Montag, man wolle so "rasch wie möglich" eine Entscheidung treffen, ohne einen konkreten Zeitrahmen zu nennen. Der Kredit darf nur für maximal sechs Monate vergeben werden.
16:09 Uhr: Zementkartell: Geldbuße reduziert
Die Bußgelder gegen fünf Zementhersteller wegen unerlaubter Quotenabsprachen wurden am Montag vom Oberlandesgericht Düsseldorf auf 328,5 Millionen Euro festgesetzt. Das Gericht folgte der Auffassung des Bundeskartellamtes, das unerlaubte Quotenabsprachen in der Zementindustrie festgestellt hatte, reduzierte die von den Wettbewerbshütern verhängte Strafe aber um rund die Hälfte. Betroffen sind neben HeidelbergCement auch Holcim, Schwenk Zement, Lafarge und Dyckerhoff.
15:40 Uhr: Chicago Fed National Activity Index geht leicht zurück
Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für Mai 2009 eine leichte Abnahme beim National Activity Index. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -2,30 Zähler verschlechtert, nach revidiert -2,27 (vorläufig: -2,06) Zählern im Vormonat.
15:35 Uhr: Wall Street kaum bewegt
Die US-Börsen starten nur wenig bewegt in den ersten Handelstag der Woche. Rohstoffwerte gehören im Zuge steigender Notierungen am Rohstoffmarkt zu den Gewinnern im frühen Handel. Von Unternehmensseite gibt es aktuell wenig Impulsgebendes, deshalb richtet sich das Hauptaugenmerk der Anleger auf Konjunkturdaten. Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für Mai 2009 eine leichte Abnahme beim National Activity Index. Demnach hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf -2,30 Zähler verschlechtert, nach revidiert -2,27 (vorläufig: -2,06) Zählern im Vormonat.
Der Dow Jones notiert kaum verändert. An der Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls mit wenig Bewegung gerechnet.
15:30 Uhr: Dow Jones startet unverändert
Der US-Leitindex Dow Jones startet kaum verändert in den Handelstag.
13:57 Uhr: Porsche weist VW-Offerte zurück
Der Sportwagenhersteller Porsche hat das vom Wolfsburger Autobauer Volkswagen vorgelegte Rettungskonzept abgelehnt. Es sei kein gangbarer Weg, 49,9 Prozent an VW zu verkaufen, so ein Sprecher der Stuttgarter am Montag. Man könne auf den Vorschlag nicht eingehen, weil dann sofort der Kredit über 10,75 Milliarden Euro fällig werde, hieß es zudem.


