Deutsche Börsen schließen freundlich --- E.ON verdient weniger --- EADS in Gewinnzone --- ThyssenKrupp: Ziele bleiben --- Deutsche Post: Gewinneinbruch
- USA: MBA Hypothekenanträge
- USA: Verbraucherpreise April
- USA: Ölmarktbericht
- Aareal Bank: Quartalszahlen
- BNP Paribas: Quartalszahlen
- Deutsche Post: Quartalszahlen
- E.ON: Quartalszahlen
- Freddie Mac: Quartalszahlen
- LANXESS: Quartalszahlen
- Solon: Quartalszahlen
- ThyssenKrupp: Quartalszahlen
Deutsche Börsen schließen fester
Nach zunächst positivem Auftakt entwickelten sich die deutschen Börsen im weiteren Handelsverlauf zunächst unterschiedlich. Am Nachmittag kehrte jedoch die Zuversicht zurück an die Parketts, die Indizes verbuchten Aufschläge. Eine Reihe von Unternehmen aus der ersten und zweiten Reihe haben Zahlen vorgelegt, die für teils deutliche Kursbewegungen sorgten. Am Nachmittag sorgten zudem positive Meldungen zur US-Konjunktur für weiteres Aufwärtspotenzial.
Der DAX testete zum Handelsstart die 7.100-er Marke, konnte die wichtige Hürde aber nicht dauerhaft überwinden. Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch konnte der Leitindex zum Handelsende einen Aufschlag von 0,3 Prozent auf 7.083 Zähler verbuchen.
Die Technologiewerteanleger zeigten sich ebenfalls in Kauflaune. Unternehmenszahlen sorgten für Bewegung und bescherten dem TecDAX am Mittwoch ein Kursplus von 2,5 Prozent auf 865 Zähler.
E.ON: Gewinn rückläufig
Deutschlands größter Energiekonzern E.ON hat im Auftaktquartal weniger verdient. Unter dem Strich sank der Gewinn um sieben Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, wie der Versorger am Mittag bekannt gab. Das Adjusted EBIT stagnierte im Vergleich zum Vorjahr bei rund 3,3 Milliarden Euro. Auf Umsatzseite konnte der Konzern einen Erfolg vermelden, die Erlöse zogen im Berichtszeitraum um acht Prozent auf 22,8 Milliarden Euro an. Die Geschäftsziele wurden indes bestätigt. Demnach rechnet der Energieversorger 2008 mit einem Asntieg des EBIT zwischen fünf und zehn Prozent.
ThyssenKrupp bekräftigt Ziele
Der deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hat im zweiten Quartal ein leichtes Umsatzplus erzielt. Nach 13,1 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahrs hat das Unternehmen im Berichtsquartal 13,2 Milliarden Euro umgesetzt. Der Gewinn vor Steuern konnte deutlicher von 572 auf 742 Millionen Euro verbessert werden. Im Vorjahr hatte allerdings ein Sondereffekt - eine Kartellstafe - das Ergebnis belastet. An den Zielen für das Gesamtgeschäftsjahr hält der Konzern weiter fest: Die rlöse sollen von 52 auf 53 Milliarden Euro steigen. Beim Vorsteuerergebnis vor Sondereffekten erhofft sich der Stahlriese einen Wert von mehr als drei Millairden Euro.
Deutsche Post verdient weniger
Der Logistikkonzern Deutsche Post hatte im ersten Quartal unter der Finanzkrise und seinem schwachen US-Geschäft zu leiden. Zwar hat das Unternehmen seinen Umsatz leicht von 15,47 auf 15,7 Milliarden Euro steigern können, Analysten hatten sich im Vorfeld jedoch mehr erhofft. Auch die Ergebnisentwicklung verlief enttäuschend, der Gewinn vor Zinsen und Steuern gab von 998 auf 851 Millionen Euro nach. Schuld daran ist insbesondere ein Gewinneinbruch bei der Tochter Postbank. Unter dem Strich hat die Deutsche Post 407 Millionen Euro verdient nach knapp 500 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Sorgenkind bleibt das US-amerikanische Expressgeschäft, dessen Zukunft auf der Aufsichtsratssitzung Ende Mai diskutiert werden soll.
EADS schreibt wieder schwarze Zahlen
Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat im Auftaktquartal auf Umsatz- und Ergebnisseite zulegen können. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten zog von 88 auf 769 Millionen Euro an. Unter dem Strich hat der Konzern 285 Millionen Euro verdient und ist damit nach einem Vorjahresminus wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz kletterte von 8,934 auf 9,853 Milliarden Euro - deutlicher als Analysten erwartet hatten. An den Zielen für das Gesamtjahr hält die Airbus-Mutter weiter fest. Die Erlöse sollen 2008 mindestens 40 Milliarden Euro betragen, beim EBIT will der Konzern 1,8 Milliarden Euro erwirtschaften.
Aareal Bank: Finanzkrise belastet
Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat im ersten Quartal wie erwartet einen Ergebniseinbruch erlitten. Das Ergebnis vor Steuern ging von 79 auf 27 Millionen Euro zurück. Damit hat der Konzern noch mehr verdient, als Analysten befürchtet hatten. Der Überschuss nach Anteilen Dritter reduzierte sich auf 13 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr ein Sondereffekt den Quartalsgewinn aufgebläht hatte. Die Jahresziele wurde bekräftigt. Demnach geht das Finanzhaus weiterhin von einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau aus.
LANXESS schlägt die Erwartungen
Der Spezialchemiekonzern LANXESS ist positiv in das aktuelle Geschäftsjahr gestartet. Im Auftaktquartal zog das EBITDA vor Sondereinflüssen um 0,5 Prozent auf 220 Millionen Euro an. Die Erlöse lagen währungs- und portfoliobereinigt mit 8,1 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Auch unter dem Strich hat der Konzern mehr verdient, der Überschuss legte um 13,2 Prozent auf 103 Millionen Euro zu. Mit seinen Zahlen übertraf der Konzern die Erwartungen der Analysten deutlich.
Gewinnsprung bei Solon
Der Solarkonzern Solon hat im Auftaktquartal mehr verdient. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von 5,0 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 12,5 Millionen Euro zu. Beim Umsatz verzeichnete der Konzern ein Plus von 115 Prozent auf 161,6 Millionen Euro. Unter dem Strich lag der Gewinn bei 6,9 Millionen Euro und damit ebenfalls höher, als von Analysten erwartet. Die Ziele für das Gesamtgeschäftsjahr wurden bestätigt.



