Deutsche Börsen schließen nach Endrallye fester -- Infineon: Allzeittief nach tiefroten Zahlen -- Arcandor hebt nach Chefwechsel ab -- Google spart -- RIM korrigiert Ziele -- US-Autoabsatz bricht ein
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: Dienstleistungsindex November
- EU: Einzelhandel Oktober
- USA: MBA Hypothekenanträge (Woche)
- USA: ADP-Arbeitsmarktbericht November
- USA: ISM Dienstleistungsindex November
- USA: Arbeitsproduktivität und –kosten 3. Quartal
- USA: EIA Ölmarktbericht
- USA: Beige Book
- Infineon: Quartalszahlen
Deutsche Börsen nach Endrallye fester
Trotz mehrheitlich positiver Vorgaben aus den USA und Asien notierten die deutschen Börsen über weite Strecken des Handelstages mit teils deutlichen Verlusten. Am Nachmittag kamen zusätzlich erneut ernüchternde Meldungen von US-Konjunkturseite - der ISM-Service Index, der die Geschäfte der Dienstleister mißt, ist im November auf ein neues Rekordtief gefallen. Obwohl die Börsen zunächst geschockt reagierten, drehte die Stimmung in den USA, wovon auch die deutschen Indizes profitierten und eine Endrallye aufs Parkett legten. Zum Börsenschluss dominierten grüne Vorzeichen. Im Anlegerfokus standen einmal mehr die Automobilkonzerne, nachdem die deutschen Autobauer einen Absatzeinbruch in den USA vermelden mussten und die US-Konkurrenten derzeit um milliardenschwere Staatshilfen betteln. Auch das Zahlenwerk des Halbleiterkonzerns Infineon wurde genauer beobachtet, nachdem das Unternehmen tiefrote Zahlen geschrieben hat. Die Aktie gab nach und markierte zwischenzeitlich ein neues Allzeittief.
Der DAX stieg mit einem Minus von 0,6 Prozent in den Handel ein und baute seine Verluste im Handelsverlauf weiter aus. Die Marke von 4.500 Punkten wurde zwischenzeitlich nach unten durchbrochen. Auch die 4.400-er Marke war zeitweise in Gefahr. Am Abend drehte die Stimmung überraschend, der Leitindex ging 0,8 Prozent fester bei 4.567 Punkten aus dem Handel.
Der Technologiewerteindex TecDAX konnte nach einem mehrheitlich schwachen Handelstag kurz vor Börsenschluss ebenfalls ins Plus drehen und verzeichnete mit Ertönen der Schlussglocke ein Plus von 0,6 Prozent auf 479 Zähler.
17:42 Uhr: Euro erholt sich von Tagestiefs
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro konnte sich im späten Handel von ihren größten Verlusten erholen. Die Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindexes stützte den Euro im Vergleich zum Dollar etwas. Dennoch blieb die Marke von 1,27 Dollar außer Reichweite. Morgen dürfte die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank für Impulse im Devisenhandel sorgen.
17:37 Uhr: Scania stoppt LKW-Produktion vorläufig
Der schwedische Nutzfahrzeugkonzern Scania reagiert mit einem vorläufigen Produktionsstopp in seinen europäischen Werken auf die anhaltend schwache Nachfrageentwicklung. Die Unterbrechung dauere vom 22. Dezember bis 19. Januar, erklärte ein Konzernsprecher am Mittwoch und bestätigte damit entsprechende Pressemeldungen.
17:15 Uhr: US-Börsen lassen Verlustzone hinter sich
Die US-Börsen können sich von ihrem Kurseinbruch zum Handelsstart erholen und rücken aktuell ins Plus vor.
16:54 Uhr: US-Öllagerbestände gehen zurück
Die Energy Information Administration (EIA) veröffentlichte am Mittwoch für die Woche zum 28. November 2008 einen überraschenden Rückgang der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Minus von 400.000 Barrel aus.
16:27 Uhr: ISM-Service-Index fällt auf Rekord-Tief
Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im November 2008 weiter verschlechtert. So schrumpfte der ISM-Service-Index von 44,4 Zählern im Vormonat auf nun 37,3 Zähler. Volkswirte hatten einen deutlich geringeren Rückgang auf 42,0 Zähler geschätzt.
15:35 Uhr: US-Börsen mit schwachem Auftakt
Der Erholungskurs vom Vortag an der Wall Street war nicht nachhaltig, die US-Börsen steigen zur Wochenmitte erneut mit Verlusten in den Handel ein. Vorbörslich kamen bereits enttäuschende Meldungen vom Arbeitsmarkt: Die Beschäftigung im Privatsektor ist im November dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing zufolge weiter deutlich gesunken. Im weiteren Verlauf stehen zusätzliche Konjunkturdaten an, die für Bewegung sorgen dürften. Google steht nach der Ankündigung von Sparmaßnahmen im Anlegerfokus. Aktien von Research in Motion geraten nach der Korrektur der Jahresziele unter Druck.
Der Dow Jones steigt mit einem Abschlag von knapp zwei Prozent in den Handel ein.
Auch an der Technologiebörse Nasdaq Composite dürfte es zum Handelsstart abwärts gehen.
15:30 Uhr: Dow Jones startet schwächer
Der US-Leitindex Dow Jones verliert zum Handelsstart 1,9 Prozent.
15:02 Uhr: US-Produktivität nach oben revidiert
Das US-Arbeitsministerium in Washington stellte die zweite Veröffentlichung zur US-Produktivität im dritten Quartal 2008 vor und veröffentlichte einen stärkeren Zuwachs als zunächst geschätzt worden war. Demnach wuchs die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 Prozent an, während vorläufig nur ein Plus von 1,1 Prozent ausgewiesen worden war.
14:39 Uhr: ADP: US-Beschäftigung verzeichnet Rückgang im November
Die US-Beschäftigung hat nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im November 2008 mit beschleunigtem Tempo abgenommen. Wie das ADP mitteilte, brach die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 250.000 ein und entwickelte sich damit entsprechend der Schätzung der Volkswirte.
14:30 Uhr: Porsche rechnet mit weiterem Absatzeinbruch
Der Sport- und Geländewagenhersteller Porsche geht von einem weiteren deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen aus. Wie Vertriebsvorstand Klaus Berning dem Fachmagazin "auto motor und sport" erklärte, werden die Absatzzahlen 2008/2009 deutlich unter dem Vorjahresrekordwert liegen. Konkrete Zahlen blieb er jedoch schuldig.



