Deutsche Börsen schließen schwächer -- DAX verliert Kampf um 3.900 -- ifo Index fällt -- HSH Nordbank erhält Hilfen -- Bund: Kredit für Opel? -- AIG braucht nach Milliardenminus erneut Hilfe
Heute anstehende Termine:
- Japan: Dienstleistungspreise der Unternehmen Januar
- Japan: BoJ Sitzungsprotokoll
- Deutschland: ifo Geschäftsklimaindex Februar
- EU: Auftragseingänge Industrie Dezember
- Akzo Nobel: Quartalszahlen
- AWD: Quartalszahlen
- Deutsche Börse: Quartalszahlen
- ersol Solar: Quartalszahlen
- HJ Heinz: Quartalszahlen
- Home Depot: Quartalszahlen
- Macy's: Quartalszahlen
- Novartis: Quartalszahlen
- Q-Cells: Quartalszahlen
- Target: Quartalszahlen
- TomTom: Quartalszahlen
Deutsche Börsen schwächer
Nachdem der Dax bereits am Vortag die 4.000-Punkte-Marke hinter sich gelassen hatte, rutschte der Leitindex am Faschingsdienstag ebenfalls ab. Die deutschen Anleger zeigten sich aufgrund der schlechten Vorgaben aus Asien sowie den USA – der Dow Jones fiel am Vortag auf ein Zwölf-Jahrestief – wenig in Feierlaune. Gerüchte um den US-Versicherer American International Group (AIG) rückten heute auch deutsche Versicherungstitel in den Fokus der Marktteilnehmer. Presseangaben zufolge benötigt der Konzern nach einem Milliardenverlust erneut Staatshilfen. Der vielbeachtete ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar außerdem überraschend gefallen - Experten hatten eine leichte Erholung erwartet – was die Indizes unter Druck setzte. Die Continental-Aktie begab sich indes aufgrund der anhaltenden Unsicherheit bei Schaeffler deutlich auf Sinkflug.
Der DAX setzte seine Talfahrt vom Vortag am Morgen fort und fiel tiefer unter die 4.000er-Marke. Im Verlauf ging der Leitindex weiter in die Knie - so ließ das Börsenbarometer die 3.900er-Marke hinter sich. Der schlechter als erwartet ausgefallene ifo Geschäftsklimaindex setzte dem DAX deutlich zu. Dennoch konnte sich der Leitindex am Nachmittag deutlich von seinen Tagestiefs erholen - die Talfahrt war dank positiver Signale von der Wall Street zunächst gestoppt. Letztlich blieb ein Minus von 1,0 Prozent auf 3.896 Punkte.
Auch der TecDAX baute seine Verluste am Morgen zunächst aus, konnte im Verlauf jedoch ebenfalls seine Tagestiefststände weit hinter sich lassen. Der Technologiewerteindex verlor letztlich 0,9 Prozent auf 442 Punkte.
17:27 Uhr: RWE stellt sich neu auf
Der Energieriese RWE reagiert auf den härter werdenden Wettbewerb auf dem Energiemarkt und stellt sich neu auf. Das Vertriebs- und Netzgeschäft werde grundlegend neu ausgerichtet und gestrafft, teilte der DAX-Konzern mit. Ziel der Neuaufstellung sei es, vor Ort neue Kunden zu gewinnen und das bestehende Geschäft auszubauen. Zudem soll der Hauptversammlung eine Dividende von 4,50 Euro vorgeschlagen werden. Für 2007 hatte RWE 3,15 Euro je Aktie ausgeschüttet.
17:18 Uhr: Heinz trotzt der Krise
Der US-Lebensmittelkonzern Heinz konnte im dritten Quartal einen satten Gewinnsprung vollziehen. Der Überschuss stieg im dritten Geschäftsquartal um elf Prozent auf 242 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel wegen des wieder stärkeren Dollars um fast acht Prozent auf 2,41 Milliarden Dollar. Bereinigt um die Währungsschwankungen legte der Umsatz um fast vier Prozent zu. In Europa konnte Heinz die Einnahmen steigern, auf dem Heimatmarkt gingen die Umsätze dagegen zurück.
16:41 Uhr: Bernanke sieht Chancen auf Ende der Rezession
US-Notenbankchef Ben Bernanke hat in seinem halbjährlichen Report zur Geldpolitik die zuletzt getroffenen Maßnahmen der US-Regierung zur Stabilisierung der Finanzmärkte begrüßt. Demzufolge haben die zuletzt durchgeführten Maßnahmen für eine deutliche Entspannung auf dem Geldmarkt gesorgt. Dennoch befinden sich die Finanzmärkte nach Einschätzung von Bernanke nach wie vor in einer kritischen Lage. Für 2009 sieht Bernanke dennoch gute Chancen, dass die Rezession in der zweiten Jahreshälfte beendet werden kann. Allerdings nur dann, wenn es gelingt, die Stabilität an den Finanzmärkten wiederherzustellen.
16:21 Uhr: EU-Kommission berät über Hilfen für Autoindustrie
Die EU-Kommission wird am morgigen Mittwoch über mögliche Hilfen für die Autoindustrie beraten. Es gehe in einem Papier der Behörde unter anderem um sämtliche Mittel, die die Europäische Union habe, um die von der Konjunkturflaute schwer getroffene Autoindustrie zu unterstützen, so ein Sprecher. Zugleich solle aber auch dargelegt werden, wie künftige nationale Maßnahmen sich in einen gemeinschaftlichen Rahmen einfügen müssten.
16:05 Uhr: US-Verbrauchervertrauen deutlich verschlechtert
Das US-Verbrauchervertrauen ist im Februar eingebrochen. So lag der entsprechende Gesamtindex bei 25 Punkten. Volkswirte waren hingegen, nach 37,4 Punkten im Vormonat, von einem Wert von 35 Punkten ausgegangen.
15:35 Uhr: Wall Street eröffnet fester
Nach der starken Verunsicherung vom Vortag – der Dow Jones fiel auf ein Zwölf-Jahrestief – fassten die US-Börsianer am Dienstag wieder Mut und griffen zum Auftakt zu ihren Einkaufszetteln. Dabei lauert offenbar beim US-Versicherer AIG der größte Quartalsverlust der US-Geschichte. So drohe Medienberichten zufolge ein Rekordminus von 60 Milliarden Dollar. Um eine erneut drohende Pleite abzuwenden verhandle der Konzern bereits mit der US-Regierung über weitere Hilfen. Neben zahlreichen Quartalsbilanzen stehen auch die Zahlenwerke von Target sowie Home Depot im Blick der Anleger. Am Nachmittag dürfte das US-Verbrauchervertrauen für Februar für Bewegung am Markt sorgen.
Der Dow Jones konnte zu Beginn einen Aufschlag von 0,5 Prozent ausweisen.
Der Technologiewerteindex Nasdaq Composite kann sich ebenfalls leicht von den Vortagesverlusten erholen.
15:30 Uhr: Dow Jones startet grün
Der US-amerikanische Leitindex kann am Dienstag mit einem Plus von 0,5 Prozent in den Handelstag gehen.



