Deutsche Börsen schließen uneinheitlich -- DAX fest -- Goldman Sachs überrascht positiv -- Software AG übernimmt IDS Scheer -- Q-Cells kassiert Prognosen -- ZEW-Index sinkt -- J&J überzeugt
Heute anstehende Termine:
- EU: Industrieproduktion Mai
- Deutschland: ZEW Konjunkturerwartung Juli
- USA: Erzeugerpreisindex Juni
- USA: Einzelhandelsumsatz Juni
- USA: Lagerbestände Mai
- Goldman Sachs: Quartalszahlen
- Intel: Quartalszahlen
- Johnson & Johnson: Quartalszahlen
Deutsche Börsen schließen uneinheitlich
Die deutschen Börsen haben ihren Erholungskurs am Dienstag zunächst weiter fortgesetzt, entwickelten sich im weiteren Verlauf aber uneinheitlich. Im Fokus stand eine überraschende Übernahme in der deutschen Softwarebranche: Der Softwarekonzern Software AG hat seinem Konkurrenten IDS Scheer ein Übernahmeangebot gemacht und zahlt einen kräftigen Aufschlag auf den Schlusskurs vom Vortag. Zudem gab es Impulse von Konjunkturseite. Die ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich im Juli deutlich eingetrübt, der Index sank deutlicher als erwartet. Die Anleger zeigten sich davon allerdings weitgehend unbeeindruckt. Die am frühen Nachmittag veröffentlichte - überzeugende - Bilanz von Goldman Sachs lieferte nicht die erhofften zusätzlichen Aufwärtsimpulse.
Der DAX suchte nach festem Start zunächst seine Richtung, schaffte bereits im frühen Handel aber den Sprung in die Gewinnzone. Am Ende legte der Leitindex 1,3 Prozent zu und ging bei 4.782 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX konnte seine Gewinne unterdessen nicht dauerhaft verteidigen. Solarwerte lasteten auf dem Gesamtmarkt, nachdem Q-Cells seine Prognosen kassiert hat. Auch deutliche Aufschläge bei IDS Scheer infolge einer Übernahmeofferte konnten dem nicht entgegenwirken, das Börsenbarometer gab zum Handelsende 0,1 Prozent auf 626 Zähler ab.
17:27 Uhr: Euro kaum bewegt
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat sich am Dienstag nur wenig bewegt gezeigt. Weder Konjunkturdaten von deutscher Seite, noch die überraschend positiv ausgefallene Quartalsbilanz von Goldman Sachs brachte deutliche Handelsimpulse. Die Anleger zeigten sich weiter verunsichert, der Greenback bleibt als sicherer Hafen beliebtes Investment.
16:10 Uhr: US-Lagerbestände gehen zurück
Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Mai 2009 einen Rückgang aus. So lagen die Bestände um 1,0 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Minus von 0,8 Prozent erwartet. Im April waren die Lagerbestände um 1,1 Prozent zurückgegangen.
15:40 Uhr: US-Börsen nur wenig bewegt
Die US-Börsen können ihren Aufwärtstrend vom Vortag am zweiten Handelstag der Woche nicht fortsetzen und zeigen sich im frühen Handel kaum verändert. Dabei waren die mit Spannung erwarteten Zahlen des Bankenriesen Goldman Sachs sogar besser ausgefallen, als erwartet. Auch der Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson überzeugte mit seiner Bilanz. Zudem standen mit den US-Erzeugerpreisen und den Einzelhandelsumsätzen ebenfalls besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten auf der Agenda. Dennoch fehlt der Wall Street der Schwung. Die Unsicherheit der Anleger spiegelt sich in nahezu unveränderten Börsen wieder.
Der Dow Jones pendelt aktuell um die Nulllinie. Auch an der Technologiebörse Nasdaq Composite ist nur wenig Bewegung auszumachen.
15:30 Uhr: Dow Jones startet mit leichtem Minus
Der US-Leitindex Dow Jones startet mit einem leichten Abschlag von 0,1 Prozent in den Handel.
15:24 Uhr: MAN: Fusion der Töchter
Das Nutzfahrzeughersteller MAN plant eine engere Verzahnung seiner beiden Tochtergesellschaften MAN Diesel und MAN Turbo. Am Ende des Prozesses sollen die beiden Teilunternehmen fusioniert werden, teilte der LKW-Bauer am Dienstag mit. Der neue Konzern soll seinen Firmensitz in Augsburg haben und jährlich rund vier Milliarden Euro umsetzen. Die Zahl der Mitarbeiter im integrierten Konzern wurde auf 12.000 beziffert.
15:23 Uhr: US-Einzelhandelsumsatz steigt an
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Juni 2009 erhöht. Dies teilte das US-Handelsministerium am Dienstag mit. Auf Monatssicht erhöhten sich die Umsatzerlöse um 0,6 Prozent, während sie im Mai um 0,5 Prozent gewachsen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 0,4 Prozent prognostiziert.



