Deutsche Börsen schließen uneinheitlich -- Konsumklima steigt weiter -- VW: Kapitalerhöhung?- Aktie unter Druck -- Agilent übernimmt Varian -- Fusionsgerüchte treiben Heideldruck
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: GfK Konsumklima Studie Juli
- USA: Verkäufe neuer Häuser Juni
- Amgen: Quartalszahlen
- COR Financial: Quartalszahlen
- Hitachi: Quartalszahlen
- Kontron: Quartalszahlen
- Mensch und Maschine: Quartalszahlen
- Onvista: Quartalszahlen
- Ryanair: Quartalszahlen
- TNT: Quartalszahlen
- Tyson Foods: Quartalszahlen
- Verizon Communications: Quartalszahlen
Deutsche Börsen schließen uneinheitlich
Die deutschen Börsen setzten ihre Rallye aus der vergangenen Woche auch am Montag zunächst weiter fort. Am Nachmittag wurden die Aufschläge im Zuge schwächerer US-Börsen aber deutlich kleiner, schlußendlich verabschiedeten sich die Indizes mit unterschiedlichen Vorzeichen in den Feierabend. Die Tatsache, dass sich die deutschen Verbraucher weiter als Stütze der Konjunktur erweisen - das GfK-Konsumklima steigt erneut - stützte den Aufwärtstrend zunächst, brachte aber keine dauerhaften positiven Impulse. Autobauer standen im Fokus: Porsche könnte weitaus höhere Schulden haben als angenommen, während Volkswagen offenbar eine Kapitalerhöhung erwägt. BMW will keine Fusion mit Daimler. Bei Opel ist auch eine Insolvenz noch nicht vom Tisch.
Der DAX startete mit einem Aufschlag von rund einem Prozent in den Handel und hielt sich über weite Strecken des Handelstages in der Gewinnzone. Am Nachmittag sorgten schwache US-Börsen dafür, dass der Leitindex seine Gewinne abgeben musste - am Ende stand nur noch ein Plus von 0,4 Prozent an den Kurstafeln, das Börsenbarometer verabschiedete sich bei 5.252 Punkten aus dem Handel. Gebremst wurde die Kursentwicklung durch deutliche Abschläge bei der Aktie von Volkswagen, die auf dem Gesamtmarkt lastete.
Der TecDAX konnte am Montag ebenfalls zunächst zulegen, ließ die Gewinnzone am Nachmittag aber hinter sich und ging mit einem Abschlag von 0,3 Prozent bei 663 Zählern aus dem Handel.
17:36 Uhr: Euro gibt Gewinne ab
Infolge gedrehter Stimmung an den Aktienmärkten gab auch die Europäische Gemeinschaftswährung Euro einen Teil ihrer Gewinne im Handelsverlauf am Montag ab. Die guten Daten vom US-Immobilienmarkt hatten kaum Einfluss auf den Handel an den Devisenmärkten, obwohl die Erwartungen der Analysten in diesem Bereich übertroffen werden konnten. Die zunächst angepeilte Marke von 1,43 Dollar konnte die Währung daher nicht knacken.
16:09 Uhr: US-Verkäufe neuer Häuser legt im Juni deutlich zu
Die Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA ist nach Angaben des US-Handelsministeriums im Juni 2009 kräftig angestiegen. Auf saisonbereinigter Basis wurde im Vormonatsvergleich ein deutliches von 11,0 Prozent auf 384.000 Einheiten verzeichnet, während Volkswirte von 352.000 Einheiten ausgegangen waren.
15:44 Uhr: Agilent vor Varian-Übernahme
Der US-Technologiekonzern Agilent Technologies plant einen milliardenschweren Zukauf. Wie am Montag bekannt wurde, steht der Konkurrent Varian auf der Einkaufsliste des Unternehmens. Die Führungsebene des Übernahmekandidaten hat der Transaktion bereits zugestimmt - im Rahmen der Offerte sollen Varian-Anteilseigenr 52 Dollar in bar je Aktie bekommen. Das würde einem Aufschlag von 35 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag entsprechen, der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf 1,5 Milliarden Dollar.
15:36 Uhr: Jungheinrich erwartet rote Zahlen
Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich leidet weiter massiv unter der Nachfrageschwäche und geht davon aus, im ersten Halbjahr auf operativer Basis einen Verlust einzufahren. Demnach erwartet das Unternehmen beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ein Minus von 15 Millionen Euro. Der Konzern will den Gürtel nun deutlich enger schnallen und will zusätzliche 500 Arbeitsplätze abbauen, nachdem bereits der Wegfall von 300 Stellen beschlossen worden war. Auch im Ausland müssen zusätzliche Mitarbeiter gehen.
15:35 Uhr: Wall Street startet leicht rot
Die US-Börsen steigen nach der uneinheitlichen Entwicklung vom Freitag mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche ein. Impulse von Konjunkturseite gibt es am ersten Handelstag der Woche nicht, so dass Unternehmensnachrichten erneut im Fokus stehen. Die Sorge um Guaranty Financial drückt weiter auf die Stimmung an der Wall Street. Sollte das Finanzhaus pleite gehen, wäre dies die größte US-Bankenpleite in diesem Jahr. Die Telefongesellschaft Verizon Communications hat unterdessen Zweitquartalszahlen vorgelegt: Das Festnetzgeschäft lief schwach, im Mobilfunkbereich ging der Wachstumskurs unterdessen weiter. Dennoch drückten höhere Kosten auf den Unternehmensgewinn. Auch der Mischkonzern Honeywell hat mit seiner Quartalsbilanz nicht überzeugen können - der Gewinn brach deutlich ein.
Der Dow Jones verliert zum Handelsstart leicht. An der Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls mit leicht roten Vorzeichen gerechnet.
15:30 Uhr: Dow Jones startet im Minus
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Minus von 0,2 Prozent in den Montagshandel ein.



