Deutsche Börsen uneinheitlich -- DAX scheitert an 5.000 Punkten --Citi und BoA verdienen Mrd. -- Porsche-Hickhack: Presse meldet Wiedeking-Nachfolger -- GE-Ergebniseinbruch -- Google-Umsatz enttäuscht
Heute anstehende Termine:
- EU: Produktion Baugewerbe Mai
- EU: Außenhandel Mai
- USA: Wohnbaubeginne Juni
- USA: Wohnbaugenehmigungen Juni
- BB&T: Quartalszahlen
- Bank of America: Quartalszahlen
- Citigroup: Quartalszahlen
- Dell: Quartalszahlen
- General Electric: Quartalszahlen
- Mattel: Quartalszahlen
DAX scheitert an 5.000-er Marke
Die deutschen Börsen haben am Freitag eine durchwachsene Entwicklung hingelegt und eine mehrheitlich freundliche Handelswoche uneinheitlich beendet. Das Hickhack um Porsche ging auch am letzten Handelstag der Woche weiter. Angaben des "Spiegel" zufolge sei ein Nachfolger für Wiedeking gefunden. Zudem gab es Spekulationen über eine Einigung der Eigentümerfamilien - Porsche soll eine Tochter des Volkswagen-Konzerns werden. Der Stuttgarter Autobauer dementierte die Gerüchte einmal mehr. Mit der Bank of America und der Citigroup haben weitere US-Finanzhäuser im zweiten Quartal einen Milliardengewinn eingefahren. Zwischenberichte von IBM und Google brachten zudem auch hierzulande Bewegung. Im Handelsverlauf öffnete darüber hinaus der Mischkonzern General Electric seine Bücher und musste - wie erwartet - einen deutlichen Ergebniseinbruch hinnehmen.
Der DAX legte zum Handelsstart am Freitag 0,5 Prozent zu und hielt sich auch im weiteren Verlauf in der Gewinnzone. Mehrfach nahm der Leitindex die 5.000-er Marke in Angriff, konnte seine Tageshochs aber nicht verteidigen und scheiterte an der psychologisch wichtigen Zählergrenze. Schlußendlich verabschiedeten sich die Standardwerte mit einem Aufschlag von 0,43 Prozent bei 4.978,40 Punkten ins Wochenende.
Der TecDAX knüpfte zunächst ebenfalls an seine Vortagesgewinne an, Gewinnmitnahmen drückten das Börsenbarometer im weiteren Verlauf allerdings ins Minus, die Techwerte rutschten um 0,33 Prozent auf 646,44 Punkte ab.
22:07 Uhr: Wall Street schließt leicht im Plus
Die US-Börsen haben sich nach durchwachsenem Handel mit leichten Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Sorgen um den Mittelstandsfinanzierer CIT Group, der vor der Pleite steht, verhinderten einen deutlicheren Aufwärstrend. Quartalszahlen standen im Fokus: Sowohl die Bank of America als auch die Citigroup haben im zweiten Quartal Milliardengewinne eingefahren. Die Anleger, die die Aktien bereits im Vorfeld mit Vorschusslorbeeren bedacht hatten, nahmen bei den Titeln allerdings Gewinne mit. Von Konjunkturseite kamen positive Meldungen: Bei den US-amerikanischen Baugenehmigungen war im Juni 2009 ein saisonbereinigter Anstieg zu verbuchen.Die Zahl der Baubeginne stieg ebenfalls auf 0,582 Mio. Baubeginne. Damit wurden das revidierte Vormonatsniveau von 0,562 Mio. um 3,6 Prozent überschritten. Volkswirte waren hingegen von einem Rückgang auf 0,530 Millionen Baubeginne ausgegangen.
Der Dow Jones gewann am Ende 0,37 Prozent auf 8.744,01 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq Composite ging es 0,08 Prozent auf 1.886,61 Punkte aufwärts.
17:39 Uhr: Euro verteidigt 1,41-er Marke
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro zeigte zum Dollar leicht schwächere Tendenzen, konnte sich am Freitag aber über der Marke von 1,41 Dollar behaupten. Der Handel verlief in weitgehend ruhigen Bahnen, Impulse gab es kaum. Auch positive Meldungen vom US-Wohnungsmarkt konnten kaum Bewegung bringen und zeigten nur marginalen Einfluß.
17:06 Uhr: Ölpreise kräftig im Plus
Nach zunächst verhaltenem Start haben die Ölpreise im Handelsverlauf am Freitag kräftig angezogen. Experten begründeten die feste Preisentwicklung mit der Veröffentlichung überraschend positiver Meldungen vom US-Häusermarkt, infolge derer sich die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung wieder ausbreitete. Nachfragesorgen traten unterdessen deutlicher in den Hintergrund.
15:35 Uhr: US-Börsen starten leicht im Minus
Die US-Börsen unterbrechen ihren Aufwärtstrend der vergangenen Tage und steigen mit leichten Verlusten in den Handel ein. Impulse kommen einmal mehr von der Berichtsfront. Die Zahlenwerke der Unternehmen fallen allerdings unterschiedlich aus. Während die Bank of America und die Citigroup wie erwartet Milliardengewinne vermeldet hatten, hatte General Electric mit einem Umsatz- und Ergebniseinbruch zu kämpfen. Belastend wirken sich Sorgen um den in Schieflage geratenen Mittelstandsfinanzierer CIT Group aus - der Konzern könnte vor der Pleite stehen. Von Konjunkturseite kam am Freitag Erfreuliches: Sowohl die Baubeginne und -genehmigungen sind im Juni überraschend weiter gestiegen.
Der Dow Jones verliert zum Handelsauftakt leicht. An der Technologiebörse Nasdaq Composite wird mit wenig Bewegung gerechnet.
15:30 Uhr: Dow Jones mit leichtem Minus
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem leichten Abschlag von 0,1 Prozent in den Handel ein.
15:17 Uhr: Steht Wiedeking-Nachfolger fest?
Presseangaben zufolge steht der Chef des Sport- und Geländewagenherstellers Porsche, Wendelin Wiedeking, trotz zahlreicher Dementis doch vor dem Aus. Der "Spiegel" berichtet, dass sich die Eigentümerfamilien bereits auf einen neuen CEO geeinigt haben: Michael Macht, bisher Produktionsvorstand des verschuldeten Unternehmens, soll Wiedeking beerben. Der Konzern dementiert.



