WIESBADEN (Dow Jones)--Die Jahresteuerung in Deutschland ist im August trotz höherer Preise für Energie und Nahrungsmittel wieder etwas zurückgegangen. Der Verbraucherpreisindex lag um 1,0% über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag auf Basis endgültiger Berechnungen mitteilte und damit erwartungsgemäß den ersten Ausweis vom 27. August bestätigte. Im Juli hatte die Inflationsrate bei 1,2% und im Juni bei 0,9% gelegen. Gegenüber dem Vormonat blieben die Verbraucherpreise im August unverändert.
Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich im August gegenüber dem Vorjahr um 1,0% erhöht. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,1%. Die erste Schätzung wurde damit leicht nach oben korrigiert.
Energie verteuerte sich im August nach Angaben der Statistiker auf Jahressicht insgesamt um 2,5%, insbesondere die Preise für Mineralölprodukte lagen mit plus 7,3% deutlich über dem Vorjahresniveau (davon leichtes Heizöl: plus 15,6%; Kraftstoffe: plus 5,3%).
Die Preise für Nahrungsmittel stiegen ebenfalls überdurchschnittlich um 2,8% binnen Jahresfrist, wobei auffällig starke Preisanstiege bei saisonabhängigen Nahrungsmitteln (frisches Obst und Gemüse, frischer Fisch) mit 11,8% beobachtet wurden. Ohne Berücksichtigung der Energie und der Nahrungsmittel, die zusammen knapp 20% der Ausgaben privater Haushalte umfassen, hätte die Inflationsrate im August bei 0,7% gelegen.
Die Preise für Waren erhöhten sich binnen Jahresfrist im Durchschnitt um 1,2%, Preise für Dienstleistungen im gleichen Zeitraum um 0,8%.
Webseite: www.destatis.de
DJG/sgs/apo
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September 09, 2010 02:00 ET (06:00 GMT)
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