31.01.2013 07:20
Bewerten
(0)

Deutsche Steuereinnahmen steigen 2012 um 4,7 Prozent

Trotz Wachstumsdelle: Deutsche Steuereinnahmen steigen 2012 um 4,7 Prozent | Nachricht | finanzen.net
Trotz Wachstumsdelle
DRUCKEN
Die deutschen Steuereinnahmen sind 2012 trotz der Wachstumsdelle zum Ende des Jahres insgesamt kräftig gewachsen.
Sie unterschritten insgesamt die Erwartungen der Steuerschätzer, der Bund übertraf diese jedoch leicht. Im Dezember musste der Bund allerdings einen Rückgang der Einnahmen hinnehmen. Das Bundesfinanzministerium betont in seinem aktuellen Monatsbericht zudem, im Jahr 2013 dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung nur noch um 0,4 Prozent zunehmen, da sie durch das schwache Winterhalbjahr erheblich vorbelastet sei.

   Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern stiegen ohne reine Gemeindesteuern im Dezember 2012 im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent. Der Bund musste allerdings Einbußen um 1,3 Prozent hinnehmen. Einerseits sei dies auf deutlich gesunkene Bundessteuern zurückzuführen, andererseits sei bei den EU-Abführungen ein höherer Monatsbeitrag zu leisten gewesen, erklärte das Finanzministerium. Die Länder verbuchten eine Einnahmensteigerung um 4,3 Prozent. Zu dem positiven Gesamtergebnis trugen insbesondere die gemeinschaftlichen Steuern mit Mehreinnahmen von 4,5 Prozent bei.

   Im Gesamtjahr 2012 verbuchten Bund und Länder um 4,7 Prozent höhere Steuereinnahmen. Beim Bund allein waren es 3,4 Prozent mehr, bei den Ländern 5,4 Prozent.

   Das Ergebnis für 2012 blieb im Wesentlichen auf dem Niveau der jüngsten Steuerschätzung, wobei die Einnahmen insgesamt etwas geringer ausfielen, während der Bund die Prognose leicht übertraf. Die Steuerschätzer hatten im November insgesamt um 5,0 Prozent höhere Einnahmen veranschlagt. Für den Bund hatten sie ein Plus von 3,3 Prozent gesehen und für die Länder von 5,6 Prozent.

   Das Finanzministerium betonte, die deutsche Wirtschaft habe sich angesichts der konjunkturellen Schwäche im Euroraum im Jahr 2012 "als recht robust" erwiesen. Der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Aktivität sei mit preisbereinigt 0,7 Prozent jedoch weniger stark ausgefallen als in den beiden Jahren zuvor. In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt - "erheblich vorbelastet durch ein schwaches Winterhalbjahr 2012/2013" - um preisbereinigt 0,4 Prozent wachsen, bekräftigte das Ministerium die jüngste Regierungsprognose.

   Der Arbeitsmarkt habe sich im Jahresdurchschnitt 2012 "insgesamt in einer guten Grundverfassung" befunden. "Im Jahresverlauf waren die Bremsspuren der nachlassenden konjunkturellen Dynamik allerdings bereits zu spüren", räumte das Ministerium ein. Die Preisentwicklung in Deutschland sei im vergangenen Jahr in ruhigen Bahnen verlaufen.

   Finanzstaatssekretär Thomas Steffen betonte die Rolle Deutschlands in der Eurokrise und kündigte eine Fortsetzung der Haushaltskonsolidierung an. "Deutschland ist Stabilitätsanker in Europa und hält die internationalen Verpflichtungen, die auf Ebene der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) vereinbart wurden, verlässlich ein", betonte er. Dies habe "maßgeblich zur Stärkung des Vertrauens und zur guten wirtschaftlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren beigetragen.

   Mit Blick auf den Haushalt hob Steffen hervor, die Vorgaben der Schuldenbremse würden bereits vier Jahre früher eingehalten als vorgeschrieben. "Das ist für Deutschland ein Ansporn, auf dem Wege der Konsolidierung weiter voranzuschreiten."

   Jüngste Daten von Wirtschaftsforschern deuten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft allmählich wieder Fahrt aufnimmt. So weist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für das erste Vierteljahr des laufenden Jahres ein Plus von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Damit beschleunigt sich laut DIW die wirtschaftliche Entwicklung deutlich gegenüber dem Schlussquartal des vergangenen Jahres. "Die konjunkturelle Flaute dürfte nur kurz sein", erklärte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner in Berlin.

Dow Jones Newswires,  Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 00 PM EST 01-30-13

Bildquellen: filmfoto / Shutterstock.com, iStock
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt über 13.000er-Marke -- Dow Jones endet leichter -- Warum fällt Ethereum? -- Desolate Lage von Air Berlin schlimmer als gedacht -- Toshiba, BMW, Infineon, Alno im Fokus

Tesla will Fabrik in China bauen. Boeing zurrt Milliardenauftrag von Singapore Airlines fest. Gericht will weiter gegen Vorstandschef Kengeter ermitteln. Rocket Internet: Daten zum HelloFresh-IPO enttäuschen. Bitcoin-Hedgefonds: Darum ist uns der Preis völlig egal und wir verdienen trotzdem viel Geld.

Top-Rankings

KW 42: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
KW 42: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Glauben Sie dass eine Jamaika-Koalition zustande kommt?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
EVOTEC AG566480
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
GeelyA0CACX
Apple Inc.865985
Infineon AG623100
Bitcoin Group SEA1TNV9
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
Allianz840400
Nordex AGA0D655
Amazon906866