16.04.2012 17:46
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Deutsche Telekom: Deutsche Telekom - ver.di droht mit Ausweitung der Warnstreiks

Bonn (www.aktiencheck.de) - Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat der Deutsche Telekom (AG ISIN DE0005557508/ WKN 555750) mit einer Ausweitung der Warnstreiks gedroht.

"Solange das Unternehmen nicht Vernunft annimmt und ein akzeptables Tarifangebot vorlegt, werden Arbeitsniederlegungen unvermeidlich sein und erforderlichenfalls auch ausgeweitet werden", sagte ver.di-Streikleiter Ado Wilhelm am Montag: "Die Botschaft an die Arbeitgeber lautet: Die Streikbereitschaft bei den Beschäftigten ist hoch."

Bundesweit sollen am Dienstag, den 17. April 2012, gut 6.000 Beschäftigte aus den Teilen des Unternehmens die Arbeit niederlegen, die von der Tarifrunde betroffen sind. Das sind die Beschäftigten der Deutsche Telekom AG und die Auszubildenden, der Telekom Deutschland GmbH einschließlich der Servicegesellschaften und von T-Systems. Bereits am Montag hatte ver.di zu einem Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft legten rund 6.000 Beschäftigte die Arbeit nieder.

Die vierte Verhandlungsrunde für die Deutsche Telekom AG und die Auszubildenden findet am 18. und 19. April statt. Über die Telekom Deutschland GmbH einschließlich der Servicegesellschaften wird am 23. und 24. April verhandelt. Und am 25. und 26. April geht es um T-Systems. Alle Verhandlungen finden in Düsseldorf statt.

Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert für die mehr als 85.000 Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine tabellenwirksame Mindestanhebung zur Stärkung der unteren Einkommensgruppen. Darüber hinaus solle der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei den T-Systems-Gesellschaften verlängert werden.

Nachdem mehrere Verhandlungsrunden und informelle Gespräche mit ver.di erfolglos geblieben sind und keine einvernehmliche Einigung absehbar ist, hat der Personalvorstand der Deutschen Telekom AG, Thomas Sattelberger, unterdessen heute entschieden, für die Deutsche Telekom AG die Schlichtung anzurufen. Die Verhandlungen für die Konzerntöchter Telekom Deutschland und T-Systems sollen separat mit dem Ziel einer Einigung am Verhandlungstisch fortgesetzt werden. Ihre Verhandlungskommissionen werden in den nächsten Verhandlungsrunden der Gewerkschaft ver.di entsprechende Angebote vorlegen, teilte der Konzern weiter mit.

Die von der Dienstleistungsgewerkschaft geforderten Lohnerhöhungen in Höhe von 6,5 Prozent, die sich bezogen auf die gut 85.000 Beschäftigten in Deutschland auf annähernd 500 Mio. Euro zusätzlich pro Jahr addieren, seien weder begründbar noch vertretbar, hieß es von Seiten der Deutschen Telekom.

Die Aktie der Deutschen Telekom verliert derzeit 0,01 Prozent auf 8,56 Euro. (16.04.2012/ac/n/d)

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