04.03.2013 10:35
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Deutsche Telekom kooperiert mit WLAN-Größe Fon

   Von Ursula Quass

   Die Deutsche Telekom kooperiert mit dem weltweiten größten Anbieter von Internet-Hotspots, Fon. Dadurch entstehe das größte WLAN-Netz Deutschlands, wie das DAX-Unternehmen auf der Cebit mitteilte. Das Wall Street Journal Deutschland hatte bereits Ende Januar unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen exklusiv berichtet, dass eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben worden war.

   "Die Partnerschaft mit Fon passt perfekt zur Netzausbau-Strategie der Telekom", sagte Telekom-Chef René Obermann. Der steigende Datenverkehr erfordere den Auf- und Ausbau moderner Hochgeschwindigkeitsnetze. Entsprechend würden bis 2016 mit WLAN to go bundesweit mehr als 2,5 Millionen zusätzliche Hotspots geschaffen.

   Das Prinzip von WLAN to go ist einfach: Private Nutzer öffnen ihre eigene Breitbandverbindung und dürfen dafür an den Hotspots aller anderen Mitglieder gratis surfen. Nutzen Nicht-Mitglieder den Hotspot, wird das dem Besitzer der Breitbandverbindung vergütet.

   Fon betreibt weltweit rund acht Millionen Internet-Hotspots, vornehmlich in Belgien und Großbritannien, aber auch in den Niederlanden, Frankreich, Portugal und Japan. Deutschland ist hingegen bislang beinahe ein weißer Fleck für das in Madrid ansässige Unternehmen, das vom Telekom-Unternehmer Martin Varsavsky gegründet wurde.

   Die Telekom muss in den kommenden Jahren bis zu 4,6 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland investieren, um der wachsenden Datenmenge Herr zu werden. Das Geld fließt in mobile Netze der vierten Generation, den so genannten LTE-Netzen ebenso wie in den Ausbau der Breitband-Festnetzverbindungen. Konzernweit sollen bis 2016 rund 30 Milliarden Euro in Netze, IT und Produkte fließen.

   Die Nutzung von WLAN ist eine Möglichkeit, mobile Datennetze zu entlasten und eine oft schnellere und stabilere Verbindung zu gewährleisten. Auch auf der Schiene baut die Telekom ihr Angebot weiter aus. So soll die Versorgung des Streckennetzes mit derzeit 3.000 Schienenkilometern bis voraussichtlich Ende 2014 auf 5.200 Kilometer erweitert werden.

   Kontakt zur Autorin: ursula.quass@dowjones.com

   DJG/uqu/cbr

   (END) Dow Jones Newswires

   March 04, 2013 04:09 ET (09:09 GMT)

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