16.01.2013 13:20
Bewerten
(0)

Bundesregierung senkt BIP-Prognose 2013 auf +0,4 Prozent

Deutsches BIP: Bundesregierung senkt BIP-Prognose 2013 auf +0,4 Prozent | Nachricht | finanzen.net
Deutsches BIP
Die deutsche Wirtschaft blickt 2013 mageren Zeiten entgegen.
Zu dieser Einschätzung kommt inzwischen auch die Bundesregierung, die ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich gesenkt hat. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht geht die Regierung für 2013 nur noch von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,4 Prozent aus. Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Regierung noch mit einem Wachstum von 1,0 Prozent für das laufende Jahr gerechnet.

   Der schwache Jahresstart dürfte das deutsche Wachstum im laufenden Jahr ausbremsen. Die Schwierigkeiten in der Eurozone hätten sich auf das Wachstum im vierten Quartal des vergangenen Jahres ausgewirkt und damit eine schwache Ausgangsbasis für 2013 gelegt. Die Regierung rechnet erst für das zweite Halbjahr 2013 damit, dass die deutsche Wirtschaft wieder an Dynamik gewinnt und spürbar schneller wachsen wird. "Wir gehen davon aus, dass die Schwächephase in diesem Winter im weiteren Jahresverlauf überwunden und unsere Wirtschaft wieder Tritt fassen wird", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bei der Vorlage des Jahreswirtschaftsberichtes in Berlin. Für 2014 erwartet die Regierung bereits wieder ein deutliches Plus von 1,6 Prozent.

   Mit wenig Bewegung rechnet die Bundesregierung am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit werde nahezu auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Erwerbstätigkeit werde 2013 im Durchschnitt um 15.000 Personen steigen. In ihrer Herbstprojektion war die Bundesregierung noch von einem Anstieg der Erwerbstätigkeit um 80.000 Personen ausgegangen. Die Regierung geht von einer moderaten Preisentwicklung im laufenden Jahr aus und rechnet mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,8 Prozent.

   Das schwierigere außenwirtschaftliche Umfeld macht sich aus Sicht der Bundesregierung beim Export bemerkbar. Für 2013 erwartet die Regierung ein Plus bei den Ausfuhren von 2,8 Prozent. Die Exportentwicklung zeige sich gleichwohl robust. Positive Impulse kämen vor allem aus Ländern außerhalb des Euroraumes, sagte Rösler.

   Mit ihrer aktualisierten Wachstumsprognose bleibt die Bundesregierung ihrem Ansatz treu, eher zu vorsichtige als zu optimistische Voraussagen zu machen. Denn gerade im Wahljahr dürfte die Regierung kein Interesse daran haben, später von der Realität durch schlechtere Zahlen eingeholt zu werden. Mit ihren Prognosen befindet sich die Regierung eher im unteren Mittelfeld der Expertenvoraussagen. Das Münchener ifo-Institut geht für 2013 von 0,7 Prozent Wachstum aus, das gewerkschaftsnahe IMK von 0,8 Prozent und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin DIW von 0,9 Prozent. Pessimistischer als die Regierung ist das Rheinisch-Westfälische Institut RWI in Essen, das nur von einem BIP-Anstieg um 0,3 Prozent im laufenden Jahr ausgeht. Die OECD rechnet mit 0,5 Prozent.

   Aber selbst das für 2013 von der Regierung vorausgesagte maue Wachstum könnte noch geringer ausfallen, wenn die zentrale Annahme der Jahresprognose hinfällig werden sollte. Für ihre Voraussage geht die Regierung davon aus, dass es in der europäischen Schuldenkrise keine weiteren negativen Entwicklungen mit einer erneuten Verunsicherung der Marktteilnehmer gibt. "Die nach wie vor noch nicht ausgestandene Schuldenkrise in einigen Ländern der Euro-Zone stellt das größte Risiko dar", heißt es im Bericht.

   Kontakt zum Autor: beate.preuschoff@dowjones.com    DJG/bep/chg Dow Jones Newswires - Von Beate Preuschoff BERLIN

Bildquellen: Alicar / Shutterstock.com, telesniuk / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Mögliches Kartell: Druck auf Autobauer steigt -- Deutsche Bank und JP Morgan wollen Libor-Klagen beilegen -- Ryanair im Fokus

Ausverkauf im Autosektor. Philips nach Leuchtenabspaltung mit Gewinneinbruch. Trump bringt in Russland-Affäre Recht auf Begnadigung ins Spiel. Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin. EZB-Direktor Mersch: Notenbank-Krisenpolitik wird nicht notwendig bleiben

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Porsche Holding SE VzPAH003
Nordex AGA0D655
TeslaA1CX3T
Allianz840400
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
E.ON SEENAG99
BYD Co. Ltd.A0M4W9
BASFBASF11
Bechtle AG515870