07.12.2012 19:09
Bewerten
 (0)

Deutschland-Chef von Sanofi nach schwierigem Jahr zuversichtlich für 2013

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem schwierigen Jahr 2012 blickt Martin Siewert, Deutschland-Chef des französischen Pharmakonzerns Sanofi, zuversichtlich auf das kommende Geschäftsjahr. "Wir haben 2012 erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Wettbewerbsfähigkeit vom Standort Höchst zu sichern", sagte Siewert am Freitag. Mit Blick auf die hohe Exportquote von Sanofi Deutschland sei er optimistisch für 2013. Sanofi habe mit 60 Millionen Euro in diesem Jahr die größte Einzelinvestition verabschiedet. Insgesamt sei die Investitionssumme mit rund 100 Millionen Euro stabil geblieben.

 

    Sanofi-Chef Christopher Viehbacher will vor dem Hintergrund der Konkurrenz billiger Nachahmerpillen für wichtige Arzneimittel die weltweite Forschung und Entwicklung effizienter machen. In der Konsequenz wurden die mehr als 20 Forschungszentren des weltweit viertgrößten Arzneimittelherstellers zusammengestrichen. Höchst hat dadurch an Bedeutung gewonnen. Sanofi soll aber auch mit externen Partnern wie Biotech-Unternehmen, Großkliniken wie der Berliner Charité oder mit Forschungsinstituten wie dem Helmholtz-Zentrum zusammenarbeiten.

 

    Nachdem schon etwa 150 Forscher in Höchst gehen mussten, hat Sanofi 2012 weitere 333 Stellen gestrichen. Betriebsbedingte Kündigungen habe es nicht gegeben, sagte Jochen Maas, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung. Insgesamt beschäftigt Sanofi in Deutschland noch 9.200 Mitarbeiter. In Frankfurt sind es ohne Auszubildende knapp 7.000. Höchst sei für die Diabetesforschung von Sanofi das "Gravitationszentrum", sagte Maas. Im Industriepark produziert der Pfizer -Konkurrent mit dem Diabetes-Mittel Lantus seinen mit Abstand wichtigsten Umsatzbringer. 2011 erzielte das Produkt, dessen Umsatz alleine in den ersten neun Monaten um 18 Prozent wuchs, Erlöse von 3,9 Milliarden Euro.

 

    Auch das Diabetesmittel Lyxumia soll nach erfolgreicher Zulassung in Höchst produziert werden. Ein Beratergremium der europäischen Zulassungsbehörde EMA hat das Mittel bereits zur Zulassung empfohlen. 2013/2014 will sich Sanofi dagegen von der Ampullen-Produktion am Standort Höchst verabschieden. Im Gegenzug werde die Fertigung der zwei Krebsmittel Taxotere und Eloxatin vom Standort Dagenham in England, der geschlossen werde, nach Höchst verlagert, sagte Siewert.

 

    Sorgen bereitet dem Manager die Entwicklung hierzulande: "Der deutsche Pharmamarkt ist innerhalb Europas einer der wichtigsten, aber die Bedeutung für die Branche nimmt ab", sagte Siewert. Dies sei eine Konsequenz des Preisverfalls für Arzneimittel. Die deutsche Landesgesellschaft von Sanofi habe 2011 rund 4,7 Milliarden Euro umgesetzt. Nur 1,08 Milliarden Euro - also ein kleiner Teil davon - entfielen auf das Inlandsgeschäft, der Rest sei in den Export geflossen. Alleine beim Diabetesmittel Lantus liegt die Exportquote nach früheren Aussagen bei über 95 Prozent. Vor der Finanzkrise sei die Exportquote der Pharmabranche in Deutschland so hoch gewesen, wie die der Autoindustrie, sagte Siewert. Derzeit seien die Abgaben, die Sanofi zahle, höher als die Erlöse im eigenen Land.

 

    Deutschland ist mit einem Umsatz von rund 32 Milliarden Euro der größte Pharmamarkt in Europa. Anders als bisher dürfen die Hersteller patentgeschützter Medikamente nach der jüngsten Gesundheitsreform in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr den Preis verlangen, den sie für richtig halten. Sie müssen ihre Produkte einer Nutzenprüfung unterwerfen. Von deren Ausgang hängt es ab, ob die Kassen dafür überhaupt zahlen und wie hoch der Preis sein darf.

 

    Bei Sanofi findet das Hauptwachstum seit Jahren schwerpunktmäßig in den Schwellenländern statt. Der Anteil der Emerging Markets am Konzernumsatz machte in den ersten neun Monaten fast ein Drittel aus. Die wichtigsten Märkte dort seien Brasilien, China, Russland und Indien./ep/jha/he

 

Nachrichten zu Sanofi S.A.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Sanofi S.A.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09.03.2017Sanofi HoldJefferies & Company Inc.
08.03.2017Sanofi UnderweightBarclays Capital
01.03.2017Sanofi overweightMorgan Stanley
28.02.2017Sanofi NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.02.2017Sanofi HoldJefferies & Company Inc.
01.03.2017Sanofi overweightMorgan Stanley
15.02.2017Sanofi buyKepler Cheuvreux
09.02.2017Sanofi buyDeutsche Bank AG
08.02.2017Sanofi overweightMorgan Stanley
03.02.2017Sanofi buyKepler Cheuvreux
09.03.2017Sanofi HoldJefferies & Company Inc.
28.02.2017Sanofi NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.02.2017Sanofi HoldJefferies & Company Inc.
16.02.2017Sanofi NeutralUBS AG
09.02.2017Sanofi NeutralGoldman Sachs Group Inc.
08.03.2017Sanofi UnderweightBarclays Capital
09.02.2017Sanofi UnderweightJP Morgan Chase & Co.
06.02.2017Sanofi UnderweightJP Morgan Chase & Co.
31.01.2017Sanofi UnderweightJP Morgan Chase & Co.
12.01.2017Sanofi UnderweightJP Morgan Chase & Co.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Sanofi S.A. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX startet etwas stärker -- Asien uneinheitlich -- Großaktionäre drängen STADA-Führung wohl zu Okay für Übernahme -- United Internet, Rational und KRONES erhöhen Dividende -- GfK, Facebook im Fokus

United Internet plant weiter mit profitablem Wachstum. Autobauer Chery sieht Rechte durch Daimler-Elektromarke EQ verletzt. GfK: Inflation dämpft Konsumlaune der deutschen Verbraucher. MediGene plant wichtigen Studienstart. Pfeiffer Vacuum will nach abgewehrter Busch-Übernahme deutlich zulegen.

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Nordex AGA0D655
E.ON SEENAG99
Allianz840400
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
SAP SE716460
Siemens AG723610
BMW AG519000
Deutsche Lufthansa AG823212
BayerBAY001