07.03.2013 12:04

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Deutschland: Industrieaufträge gehen überraschend zurück


    BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresauftakt einen unerwarteten Rücksetzer erlitten: Im Januar erhielten die Industrieunternehmen bereinigt 1,9 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet.

    Die Nachfrage aus dem Ausland war mit minus 3,0 Prozent besonders stark rückläufig, aus dem Inland kamen 0,6 Prozent weniger Aufträge. Von dem Orderrückgang waren alle relevanten Sektoren betroffen: Die Investitions- und Konsumgüterproduzenten verzeichneten nach spürbaren Auftragszuwächsen im Vormonat Rückgänge um 2,9 Prozent beziehungsweise 2,8 Prozent.

    Zumindest der Zuwachs im Vormonat fällt den jüngsten Zahlen zufolge etwas stärker aus als zunächst gemeldet. Statt eines Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat ergibt sich nun eines von 1,1 Prozent. Auf Jahressicht gaben die Neuaufträge im Januar um 2,5 Prozent nach. Die Markterwartungen wurden klar verfehlt - Analysten hatten mit einem Anstieg von 1,6 Prozent gerechnet.

    Im Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) sanken die Auftragseingänge um 1,3 Prozent.

^Die Entwicklung im Überblick

                          Januar   Prognose    Vormonat

Monatsvergleich     -1,9      +0,6          +1,1r             Jahresvergleich      -2,5      +1,6          -4,6r         

(r=revidiert; in Prozent)° /hbr/jsl

Kommentare zu diesem Artikel

Chartlord schrieb:
07.03.2013 13:26:07

Bitte beachten ! Das sind Volkswirte! Das sind Menschen denen die Kneipen mit den Stammtischen gehören. Es ist klar, dass dort Parolen statt Fakten regieren. Und je mehr Alkohol fliesst, desto mehr Stimmung wird gemacht.

Forelli schrieb:
07.03.2013 12:25:56

Wir sind auf einem Allzeittief, da sich auch die Volkswirte nur noch von Stimmungsindikatoren leiten lassen und virtuell an den volkswirtschaftlichen Realitaeten vorbeisteuern. Schaut auf die Zahlen und nicht auf die Stimmung. Die Zukunft wird boes enden!!!

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