08.03.2013 12:04
Bewerten
 (0)

Deutschland: Produktion stagniert zu Jahresbeginn

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Produktion deutscher Industrieunternehmen hat zu Jahresbeginn stagniert. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte, blieb die Gesamtproduktion des Verarbeitenden Gewerbes von Dezember auf Januar unverändert. Das Ergebnis lag unter den Erwartungen von Bankvolkswirten, die im Schnitt mit einer Ausweitung um 0,4 Prozent gerechnet hatten. Allerdings wurde der Zuwachs vom Dezember angehoben: Er fällt mit 0,6 Prozent nun doppelt so stark aus wie zunächst ermittelt.

    Gestützt wurde die jüngste Entwicklung durch das Baugewerbe, wo die Produktion kräftig um 3,0 Prozent zulegte. Deutlich rückläufig war indes der Ausstoß im Energiesektor, er sank um 2,3 Prozent. Die Industrieproduktion fiel leicht um 0,2 Prozent. In diesem Sektor gab die Produktion der wichtigen Investitionsgüter deutlich um 1,5 Prozent nach, während 1,6 Prozent mehr Konsumgüter und 0,6 Prozent mehr Vorleistungsgüter hergestellt wurden.

    Das Ministerium gab sich verhalten optimistisch: "Die Industrieproduktion bleibt zwar durch die gegenwärtig zurückhaltende Bestelltätigkeit vorbelastet." Neue Auftragszahlen hatten am Donnerstag stark enttäuscht. Die Neuaufträge waren zu Jahresbeginn deutlich gefallen, was Zweifel an dem erwarteten Aufschwung der deutschen Konjunktur im ersten Quartal weckte. "Die sich seit Monaten aufhellenden Stimmungsindikatoren künden aber eine anstehende Erholung an", relativierte das Ministerium.

    Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) zeigt der Trend leicht nach oben. In dieser Betrachtung stieg die Gesamtproduktion um 0,3 Prozent. Im Jahresvergleich fiel sie jedoch in dieser Rechnung um 0,8 Prozent.

Die Entwicklung im Überblick:

^                          Januar    Prognose     Vormonat

Gesamtproduktion Monatsvergleich       +0,0       +0,4         +0,6r   Jahresvergleich        -1,3        -1,2         -0,5r°

(r=revidiert, Angaben in Prozent)

/bgf/jsl

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX schließt fester -- US-Börsen geschlossen -- Ex-VW-Chef Pischetsrieder: 50 Millionen Euro für einen Arbeitstag -- Bayer-Chef sucht Dialog mit Gegnern der Monsanto-Übernahme -- Airbus im Fokus

HNA will Air-France-Caterer kaufen. Warnstreiks bei T-Systems. Neuer Coca-Cola-Getränkeriese geht an die Börse. Audi-Werk steht nach Unwettern unter Wasser - Produktion gestoppt. Brenntag kauft China-Tochter Zhong Yung komplett. Deutsche Pfandbriefbank will Benchmark-Anleihe zurückkaufen.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Welche Marke ist die teuerste?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Die SPD will der Union beim Koalitionsgipfel ein klares Bekenntnis für mehr Lohngleichheit von Frauen und Männern abringen. Wie stehen Sie zu diesem Thema?