BERLIN (AFP)--Deutschland und Japan wollen sich künftig gemeinsam für die weltweite atomare Abrüstung einsetzen. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) teilte nach einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Katsuya Okada am Dienstag in Berlin mit, dass Deutschland eine Einladung Japans angenommen habe, sich als Gründungsmitglied einer neuen Initiative zur atomaren Abrüstung anzuschließen. Die Gruppe, der demnach neben Deutschland und Japan auch Australien angehören wird, soll am Rande der UN-Generalversammlung in New York Ende September erstmals zusammenkommen.
Japan und Deutschland wollten sich gemeinsam dafür einsetzen, "Schritt für Schritt" eine Welt ohne Atomwaffen zu erreichen, sagte Westerwelle. Der Minister sprach sich zudem für die Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen aus. Je mehr Länder Atomwaffen hätten, desto größer sei die Gefahr, dass terroristische Gruppen oder Kriminelle in den Besitz solcher Waffen gelangten. Okada appellierte in Berlin an weitere Länder, Schritte zu unternehmen, die zu atomarer Abrüstung und Nichtweiterverbreitung ermutigten.
DJG/kth
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September 07, 2010 11:18 ET (15:18 GMT)- - 11 18 AM EDT 09-07-10