KÖLN (dpa-AFX) - Der Motorenhersteller Deutz (
DEUTZ) ist im dritten Quartal nur knapp an den roten Zahlen vorbeigeschrammt. Auch der Auftragseingang und der Umsatz brachen ein und stellen den Zulieferer angesichts der schärfer werdenden Krise auf Europas Automärkten vor eine harte Probe. "Vor dem Hintergrund des derzeit schwachen Marktumfeldes haben wir Maßnahmen zur Kostensenkung und Ergebnisverbesserung eingeleitet und stellen dabei auch etablierte Strukturen nochmals auf den Prüfstand", sagte Konzern-Chef Helmut Leube bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag. Die Erwartungen für das Gesamtjahr wurden gedämpft: Man rechne nun damit, bei Umsatz und EBIT-Marge die unteren Werte des Zielkorridors zu erreichen. Beim Umsatz also 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro und eine EBIT-Marge zwischen 3 und 4 Prozent.
Unter dem Strich verdiente Deutz zwischen Juli und Ende September nur noch 0,1 Millionen Euro, nach 20,7 Millionen vor einem Jahr. Der Umsatz brach um mehr als ein Viertel auf 288,4 Millionen Euro ein, das Volumen der Auftragseingänge ging sogar um fast ein Drittel auf 259,5 Millionen Euro zurück. Deutz leidet besonders unter der Absatzkrise auf Europas Automärkten und dem derzeit schwächeren Nutzfahrzeuggeschäft in China./mmb/fbr