21.02.2013 13:29
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Allianz verdoppelt Gewinn

Dividende bleibt stabil
Hurrikan "Sandy" hat die Allianz nicht aus der Bahn geworfen. Unter dem Strich verdiente Europas größter Versicherer im abgelaufenen Jahr 5,2 Milliarden Euro und damit gut doppelt so viel wie im Katastrophen- und Eurokrisenjahr 2011.
Eine höhere Dividende soll es dennoch nicht geben, wie das Unternehmen am Donnerstag in Unterföhring bei München ankündigte. Für 2013 zeigte sich Vorstandschef Michael Diekmann vorsichtig optimistisch. Trotz Absatzproblemen in der Lebensversicherung soll es im operativen Geschäft insgesamt ähnlich gut laufen wie 2012.

Die Allianz-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Zum Handelsstart in Frankfurt legte das Papier in einem schwächeren Markt 0,38 Prozent auf 104,70 Euro zu. "Nach einem starken vierten Quartal hat die Allianz einen optimistischen Ausblick gegeben", kommentiert Analyst Thorsten Wenzel von der DZ Bank. Er sei auf den ersten Blick positiv überrascht von der Zielsetzung, auch wenn das anvisierte operative Ergebnis etwas unter 2012 liege.

ZWEITBESTER OPERATIVER GEWINN

Hatten 2011 noch der Japan-Tsunami, Erdbeben, Abschreibungen auf Aktien und auf Griechenland-Anleihen am Allianz-Gewinn gezehrt, lief es diesmal wieder deutlich besser. Der operative Gewinn legte um 21 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zu - der zweithöchste Wert in der Unternehmensgeschichte und mehr als von Analysten erwartet. Die Aktionäre sollen erneut eine Dividende von 4,50 Euro erhalten. Auch nach dem Gewinneinbruch 2011 hatte der Konzern die Ausschüttung stabil gehalten.

Für das laufende Jahr stellte Diekmann operativen Gewinn von 9,2 Milliarden Euro in Aussicht - mit einer halben Milliarde Spielraum nach oben und unten. Da die Allianz ab diesem Jahr Umstrukturierungskosten erstmals im operativen Ergebnis erfasst, liegt die Prognose etwa auf dem Niveau von 2012.

REKORD IM FONDSGESCHÄFT

Während die Allianz in der Schaden- und Unfallversicherung von geringeren Schäden profitierte, lief im Fondsgeschäft besonders gut: Der Geschäftsbereich Asset Management verdiente daher operativ gut drei Milliarden Euro und überholte erstmals die Lebensversicherungssparte. Ein Jahr zuvor hatten Abschreibungen auf Aktien und Griechenland-Anleihen beiden Bereichen zu schaffen gemacht.

Unterdessen schlagen die Niedrigzinsen auf die Nachfrage nach Lebensversicherungen durch. Das Neugeschäft in der Lebens- und Krankenversicherung ging im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 790 Millionen Euro zurück. Auch die gesamten Prämieneinnahmen sanken leicht auf gut 52 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte nach den Belastungen aus dem Vorjahr hingegen um 22 Prozent auf fast drei Milliarden Euro zu.

TEURER WIRBELSTURM

Der Löwenanteil des operativen Gewinns stammte wie üblich aus der Schaden- und Unfallversicherung, die ihr Ergebnis um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro steigerte. Nach den hohen Katastrophenschäden ein Jahr zuvor schlug diesmal vor allem Wirbelsturm "Sandy" teuer zu Buche. Nach bisherigen Angaben muss die Allianz mit 590 Millionen US-Dollar für die Schäden geradestehen, die der Sturm an der US-Ostküste angerichtet hat.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - /stw/rol/zb

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