27.02.2013 09:26
Bewerten
 (2)

Airbus beschert EADS Gewinnsprung

Dividende steigt
Glänzende Geschäfte von Airbus haben dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS 2012 einen Gewinnsprung beschert.
Teuer kamen das Unternehmen jedoch die Haarrisse in den Flügeln des Flaggschiffs A380 und der Umbau der Rüstungssparte Cassidian zu stehen. Auch die Hubschraubersparte Eurocopter litt unter dem Sparzwang der europäischen Regierungen. Dennoch gab Konzernchef Tom Enders am Mittwoch in Berlin höhere Ziele für 2013 aus.

Die EADS-Aktie reagierte am Morgen mit einem kräftigen Plus auf die Nachrichten. Zum Handelsstart in Paris legte die Aktie um mehr als 4 Prozent zu. Analysten zeigten sich in ersten Kommentaren im Großen und Ganzen zufrieden mit den Zahlen, auch wenn einzelne Kenngrößen die Erwartungen nicht erreicht hätten. Der Ausblick stimme zuversichtlich, hieß es.

MEHR ERWARTET

Im abgelaufenen Jahr profitierte EADS von dem Rekordabsatz seiner wichtigsten Tochter Airbus. Der Umsatz stieg überraschend stark um 15 Prozent auf 56,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente EADS gut 1,2 Milliarden Euro und damit 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten hatten allerdings noch mehr erwartet. Dies gilt auch für die Dividende, die von 45 auf 60 Cent steigen soll.

Dass es nicht so gut lief wie erwartet, lag an hohen Belastungen im vierten Quartal. Während der operative Gewinn vor Einmaleffekten im Jahresvergleich überraschend stark von 1,8 auf 3,0 Milliarden Euro stieg, zehrten Sonderbelastungen die Zugewinne teilweise wieder auf.

Neben den Reparaturen der A380-Flügel, die 251 Millionen Euro kosteten, und zusätzlichen Entwicklungskosten bei der A350 schlug vor allem der Umbau bei Cassidian mit 198 Millionen Euro zu Buche. Wegen gekürzter europäischer Verteidigungsbudgets streicht der Konzern dort 850 Arbeitsplätze. Zudem will die Bundesregierung bei Hubschrauberbestellungen nachverhandeln. Die EADS-Tochter Eurocopter schrieb daher 100 Millionen Euro ab.

GEWINN SOLL WEITER STEIGEN

Für 2013 rechnet EADS erneut mit Kosten außer der Reihe. Alleine die Flügelprobleme der A380 dürften das Ergebnis mit 85 Millionen Euro belasten. Auch der neue Langstreckenflieger A350, der Mitte des Jahres erstmals abheben soll, birgt noch Risiken. Erst in diesem Monat hatte Airbus entschieden, in der Maschine statt der vorgesehenen Lithium-Ionen-Akkus herkömmliche Nickel-Cadmium-Technik einzusetzen. Damit reagierte der Flugzeugbauer auf die Probleme seines US-Rivalen Boeing mit dessen Vorzeigejet 787 "Dreamliner", der wegen Feuergefahr an den Batterien seit Mitte Januar am Boden bleiben muss.

Trotz der Herausforderungen zeigte sich EADS-Chef Enders insgesamt optimistisch. Den operativen Gewinn vor Einmaleffekten will er in diesem Jahr um eine halbe Milliarde auf 3,5 Milliarden Euro steigern.

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Maxene Huiyu / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Airbus Group (ehemals EADS)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu Airbus Group (ehemals EADS)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) buyGoldman Sachs Group Inc.
18.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) UnderperformCredit Suisse Group
17.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) buySociété Générale Group S.A. (SG)
17.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) OutperformBNP PARIBAS
17.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) market-performBernstein Research
19.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) buyGoldman Sachs Group Inc.
17.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) buySociété Générale Group S.A. (SG)
17.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) OutperformBNP PARIBAS
17.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) buyDeutsche Bank AG
17.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) kaufenDZ-Bank AG
18.11.2014Airbus Group (ehemals EADS) UnderperformCredit Suisse Group
22.01.2013EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
11.10.2011EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
17.08.2011EADS underperformCredit Suisse Group
24.05.2011EADS verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Airbus Group (ehemals EADS) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen schließen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.
Wenn Zukunft Gegenwart wird

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?