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28.01.2013 13:00

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DIVIDENDENSAISON 2013

DAX-Unternehmen so spendabel wie nie zuvor

Commerzbank zu myNews hinzufügen Was ist das?


Wer einen langfristigen Vermögensaufbau anstrebt, kommt an Aktien nicht vorbei. Besonders attraktiv sind Unternehmenspapiere mit einer hohen Dividendenrendite.

Schließlich steuern die Ausschüttungen auf lange Sicht einen nicht unerheblichen Teil zur gesamten Rendite bei. Alleine auf Basis der Dividendenhöhe sollten Anleger jedoch keine Anlageentscheidung treffen.

ThyssenKrupp hat es bereits getan. Freuten sich Aktionäre des Stahlkonzerns im vergangenen Jahr noch über eine Dividende von 45 Euro-Cents pro Anteilschein, gehen Anleger dieses Jahr leer aus. Vor allem aufgrund massiver Probleme bei den Stahlwerken in Brasilien und in den USA musste der DAX-Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr, das im September endete, einen Nettoverlust von rund 5 Milliarden Euro verbuchen. Auch die Aktionäre der Commerzbank werden wie bereits in den Vorjahren keine Dividende kassieren.

DAX-Unternehmen könnten Rekordsumme ausschütten

Unterm Strich haben die Aktionäre der 30 wichtigsten deutschen Unternehmen jedoch durchaus Grund zur Freude. Mit geschätzten 28,4 Milliarden Euro werden die DAX-Unternehmen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine um rund 3 Prozent höhere Dividende zahlen als im Vorjahr – und somit so viel an ihre Anteilseigner ausschütten wie niemals zuvor. Der bisherige Rekord in Höhe von 28,1 Milliarden Euro stammt aus dem Jahr 2007.

Vor allem angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase sind Dividendentitel derzeit besonders lukrativ. So erhalten Sparer, die ihre Ersparnisse in Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren investieren, aktuell gerade mal eine jährliche Rendite von etwa 1,6 Prozent, während die 30 DAX-Werte im Schnitt eine Dividendenrendite von 3,4 Prozent aufweisen.

Die Deutsche Telekom und E.ON sind besonders spendabel; beide Unternehmen locken jeweils mit einer voraussichtlichen Dividendenrendite von rund 7,7 Prozent. Berechnet wird die Ausschüttungsquote aus dem Verhältnis von Dividende zu Aktienkurs mal 100. Daher sollten Anleger, die mit dem Gedanken eines Aktienengagements spielen, auch nicht ausschließlich auf die Höhe der Dividendenrendite achten. Schließlich steigt rechnerisch die Dividendenrendite an, sobald der Aktienkurs sinkt.

Nicht nur auf Dividendenhöhe achten

Wichtig ist vor allem, dass das Unternehmen über eine starke Marktstellung verfügt, hohe Wachstumsraten aufweist, von erfahrenen Managern geführt wird und einen hohen Cash Flow erzielt. Denn auf lange Sicht zahlt es sich nicht aus, wenn ein Unternehmen eine hohe Dividende zahlt, es sich die Ausschüttung aber gar nicht leisten kann. In der zurückliegenden Dividendensaison haben gleich sechs DAX-Konzerne ihre Rücklagen angezapft, um den Aktionären die Dividenden zahlen zu können. An sich sollten die Rücklagen dafür gedacht sein, wirtschaftlich turbulente Zeiten zu überbrücken.

Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass Dividendenpapiere für den langfristigen Vermögensaufbau eine tragende Rolle spielen – dies belegen zahlreiche Untersuchungen. So hat etwa die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors berechnet, dass aus einer 1970 einmalig getätigten Investition von 100 Euro in Aktien des MSCI Europa und einer jährlichen Reinvestition der Dividende Ende 2011 ein Gesamtvermögen in Höhe von knapp 4.700 Euro zu Buche stand. Ohne Berücksichtigung der jährlichen Ausschüttung – also bei Betrachtung der reinen Kursperformance – wäre die ursprüngliche Anlagesumme von 100 Euro lediglich auf gut 1.000 Euro gestiegen.

Wer in einzelne Dividendenpapiere investieren möchte, kann auf bewährte Strategien zurückgreifen. Die bekannteste ist wohl die sogenannte „Dogs of the Dow“-Strategie. Dabei werden am ersten Börsentag des Jahres die zehn Aktien eines Index mit der höchsten Dividendenrendite gekauft – und exakt zwölf Monate gehalten. Nach Ablauf des Jahres werden alle Aktien verkauft, die nicht mehr zu den zehn dividendenstärksten Titeln gehören – und im Gegenzug die Titel ins Depot gelegt, die den Sprung in die Top Ten geschafft haben. Anleger, die sich strikt an dieses Vorgehen gehalten haben, erzielten in der Vergangenheit auf lange Sicht eine vergleichsweise hohe Rendite.

Risiken streuen

Alternativ bieten sich spezielle Dividendenfonds an. Der Vorteil: Die Auswahl der aussichtsreichsten Papiere übernehmen professionelle Fondsmanager, die zudem das Risiko auf mehrere Schultern verteilen. Dies bedeutet: Sollte eine Aktie kräftig an Wert verlieren oder die Dividende eines Unternehmens komplett gestrichen werden, wird dieser Verlust durch die anderen Fondsmitglieder kompensiert. Zu den erfolgreichsten seiner Art zählt der DWS Top Dividende (DE0009848119), der in den vergangenen fünf Jahren auf einen Ertrag von fast 10 Prozent per annum kommt. Eine Rendite, von denen Anleger, die in Bundesanleihen investieren, derzeit nur träumen können.

Franz von den Driesch ist Chefredakteur der Webmagazine AnleihenMonitor, Ruhestandsmonitor und econoafrica. Die Portale sind redaktionell unabhängig und werden von Wirtschaftsjournalisten mit langjähriger Berufserfahrung betreut. Für die monatlich kostenlosen Newsletter der Webmagazine können sich Anleger auf www.anleihenmonitor.de, www.ruhestandsmonitor.de und www.econoafrica.de anmelden.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Wie die DAX-Werte 2012 abgeschnitten haben

 

Platz 30: E.ON

Das Energieunternehmen fällt 2012 um 9 Plätze auf den letzten Platz in diesem Ranking. 2012 verlor die E.ON-Aktie 15,07 Prozent.

Quelle: Bild: E.ON

Bildquellen: PhotoSTS / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

BöserAhner schrieb:
07.02.2013 10:33:04

Als Privatanleger kann ich das dividenstarke Unternehmen Telekom empfehlen. Dazu sollte man bei 8,20 Euro kaufen und wer vorsichtig ist, bei 9,20 Euro verkaufen. Dazwischen kann man sogar noch die Dividende mitnehmen. Das hat zum Beispiel in den letzten 12 Monaten 2 mal funktioniert.

khaproperty schrieb:
28.01.2013 16:45:44

Die schütten halt aus, weil sie nicht mehr investieren oder Aufkaufen. Das ist die letzte Stufe vor dem Absturz.

Großwildjäger schrieb:
28.01.2013 14:32:31

Landfristiger Vermögensaufbau mit Aktien wird immer schwieriger.
Früher war ab einer Haltedauer von einem Jahr alles komplett steuerfrei. Jetzt gibt es die Abgeltungssteuer und den Soli.
Bald kommt die Transaktionssteuer.
Was kommt danach?

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