NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Chemiekonzern
Dow Chemical reagiert mit dem Verkauf von Randsparten auf seine zuletzt schwächere Ertragslage. Das Unternehmen kündigte am Montagabend in New York an, in den nächsten ein bis zwei Jahren sich von Geschäftsteilen mit einem Umsatz von rund einer Milliarden Dollar trennen zu wollen. Zugleich schiebt es Investitionen in alternative Energie und Biokunststoffe in Lateinamerika auf, Epoxid-Anlagen werden geschlossen. Diese hätten kurzfristig kein Gewinnpotenzial, sagte Manager Howard Ungerleider.
Die Trennung von den Geschäftsbereichen soll den Weg zu den ehrgeizigen Gewinnzielen freimachen. 2014 oder 2015 will der BASF-Konkurrent (BASF) einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 10 Milliarden Dollar erwirtschaften. Grundlage für diese Prognose ist ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5 Prozent. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts soll der operative Gewinn auf bis zu 15 Milliarden Dollar steigen, auch weil dann milliardenteure neue Fabriken in Betrieb gehen.
In den zwölf Monaten bis Ende September lag das EBITDA bei 7,4 Milliarden Dollar. Allein im dritten Quartal war der Überschuss um mehr als ein Drittel eingebrochen. Als Grund nannte der Konzern die europäischen Schuldenkrise, aber auch die mäßige Entwicklung in China angesichts des Wechsels der Führungselite sowie die drohenden Finanzklippe in den USA./enl/mne/fbr