05.09.2013 16:12
Bewerten
 (0)

Draghi rückt Asmussen-Äußerung zu Banken-Abwicklung gerade

    FRANKFURT (dpa-AFX) - In der Diskussion über künftige Mechanismen zur Abwicklung maroder Banken in Europa hat EZB-Präsident Mario Draghi Äußerungen von Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen geradegerückt. "Asmussen ist missverstanden worden", sagte Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Die Linie der Europäischen Zentralbank (EZB) als künftiger zentraler Bankenaufseher in Europa sei klar: Der Aufseher äußere eine Einschätzung und übergebe dann an die nationalen Aufsichtsbehörden.

    Asmussen hatte am Mittwoch bei einer Bankentagung in Frankfurt die Frage, wer eigentlich darüber entscheide, dass eine Bank nicht mehr überlebensfähig sei, wie folgt beantwortet: "Meiner Meinung nach sollte so eine Entscheidung einzig und allein vom Bankenaufseher, künftig also von der EZB, getroffen werden." So könne "zügig, koordiniert und ohne unnötiges Kompetenzgerangel" entschieden und dann auch gehandelt werden. "Sobald die Entscheidung getroffen ist, dass eine Bank nicht mehr überlebensfähig ist, übernimmt die Abwicklungsbehörde. Sie entscheidet dann, wie die Abwicklung im Einzelfall durchzuführen ist", führte Asmussen aus.

    Die EZB soll ab Herbst 2014 voraussichtlich etwa 130 Banken im Euroraum direkt beaufsichtigen. Bisher reklamiert die EU-Kommission in der Debatte um die europäische Bankenunion das Recht für sich, zu entscheiden, ob eine Bank überlebensfähig ist oder nicht./ben/hqs/DP/hbr

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX geht mit Plus ins Wochenende -- Dow: Yellen-Effekt verpufft -- US-Wirtschaft wächst schwach -- VW will wohl Milliarden in Batteriefabrik für E-Autos investieren -- SGL, Google und Oracle im Fokus

Bank of America versucht erneut Kreditkartentochter MBNA zu verkaufen. Monsanto-Managern winkt Millionen-Regen bei Übernahme. Air France tankt nach Sprit-Protesten mehr im Ausland. EU verschärft erneut Sanktionen gegen Nordkorea. Aktionäre von DMG Mori sollen Abfindung von 37,35 Euro erhalten. Yellen: Leitzinserhöhung in den kommenden Monaten angemessen. BMW & Co.: Autobauer rufen in den USA Millionen Wagen zurück.
Welche Marke ist die teuerste?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?