21.08.2013 08:20
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Griechenland soll Geld aus EU-Haushalt erhalten

Drittes Hilfsprogramm
Das von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) angekündigte dritte Hilfsprogramm für Griechenland soll nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zumindest teilweise über den EU-Haushalt finanziert werden.
Es werde darüber diskutiert, der Regierung in Athen zusätzliche Mittel aus den EU-Strukturfonds zur Verfügung zu stellen, berichtete das Blatt. Mit dem Geld könnten die Griechen die Wirtschaft ankurbeln, gleichzeitig würden nationale Haushaltsmittel für die Schuldentilgung frei.

   Schäuble hatte am Dienstag nach einer Wahlkampfveranstaltung in Schleswig-Holstein ein drittes Hilfspaket für die Zeit ab 2015 angekündigt, einen weiteren Schuldenschnitt allerdings ausgeschlossen. In Verhandlungskreisen hieß es der Zeitung zufolge, wenn dies so sei, seien "echte Transfers aus dem EU-Haushalt oder den Etats der Partner" die einzig verbleibenden Option. Neue Kredite kämen eigentlich nicht in Frage, da sie den ohnehin zu hohen Schuldenstand des Landes weiter nach oben treiben würden.

   Aus Berliner Regierungskreisen verlautete der Zeitung zufolge, das dritte Programm werde vom Umfang her deutlich kleiner ausfallen als die beiden ersten. "Auch werden die Reformauflagen weit weniger streng sein, weil Griechenland ja einen erheblichen Teil der nötigen Veränderungen bereits eingeleitet hat", hieß es. Es gehe darum, die Rückkehr des Landes an die Kapitalmärkte möglichst "sanft" zu gestalten.

DJG/apo

Dow Jones Newswires

Bildquellen: kanvag / Shutterstock.com
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