13.12.2012 10:04
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Ifo-Institut senkt Konjunkturprognose deutlich

Düstere Prognose
Schrumpfkurs bis Jahresende, mühsamer Aufschwung im nächsten Jahr: Das Münchner Ifo-Institut sieht die deutsche Wirtschaft vor mageren Zeiten.
In der am Donnerstag veröffentlichten Konjunkturprognose stellt das Institut ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 0,7 Prozent für 2013 in Aussicht. Im Sommer war das Ifo noch von 1,3 Prozent ausgegangen. Dennoch sind die Münchner Wirtschaftsforscher noch immer deutlich optimistischer als andere Institute und die Bundesbank.

   Zunächst erwartet jedoch auch das Ifo-Institut, dass es bergab geht: Für das Schlussquartal 2012 erwarten die Forscher einen BIP-Rückgang um 0,3 Prozent. Nach gutem Start habe die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf mehr und mehr an Fahrt verloren. Grund sei vor allem die Unsicherheit wegen der Schuldenkrise im Euroraum.

     Für die Wirtschaft in der Währungszone rechnet das Ifo-Institut mit einem BIP-Rückgang um 0,5 Prozent im laufenden Jahr und um 0,2 Prozent im kommenden. Im Juni hatten die Forscher noch Stagnation für 2013 hervorgesagt. Die Entwicklung in den einzelnen Euro-Mitgliedsstaaten dürfte sehr unterschiedlich ausfallen.

 

    So werde die Produktion in den Krisenländern (mit Ausnahme von Irland) weiter schrumpfen. "Stabiler aufgestellte Volkswirtschaften wie Deutschland, Finnland und Österreich werden hingegen, nach einer merklichen Schwächephase um die Jahreswende, im weiteren Verlauf des Jahres 2013 den Abschwung hinter sich lassen", heißt es in der Ifo-Mitteilung.

    MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Noerenberg / Shutterstock.com
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