-->-->
22.06.2013 18:12
Bewerten
 (1)

Durchsuchung im Skandal um mutmaßlichen Anlagebetrug

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Multimillionen-Anlageskandal um die Frankfurter S&K-Immobiliengruppe haben Fahnder Büros einer TÜV-Süd-Tochter in München durchsucht. Entsprechende Informationen des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" bestätigten eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft und ein Sprecher des TÜV Süd am Samstag. Der TÜV Süd sei aber kein Beschuldigter, die Aktion am vergangenen Donnerstag sei erfolgt, "weil wir nach Unterlagen gesucht haben", sagte die Sprecherin.
-->

    Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen zahlreiche Beschuldigte. Sie stehen im Verdacht, mit einem Schneeballsystem Anleger geprellt zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Schaden mindestens auf einen dreistelligen Millionenbetrag beläuft. Damit wäre S&K laut Staatsanwaltschaft das größte laufende Betrugsverfahren in Deutschland. Nach Angaben der Sprecherin haben bislang zwei Verdächtige Aussagen gemacht, ob diese aber als Geständnis gewertet werden könnten, könne sie nicht sagen. Die übrigen hätten sich bislang noch nicht geäußert.

    Der Sprecher des TÜV Süd bestritt die Darstellung von "Plusminus", dass sich die S&K-Unternehmensgruppe vom TÜV Süd den angeblichen Wert ihres Immobilienbestands bescheinigen ließ. Vielmehr habe ein TÜV-Mitarbeiter für ein internes S&K-Gutachten die Immobilienan- und -verkäufe der Unternehmensgruppe auf Grundlage der vorhandenen Dokumente aufgelistet. Auch habe er die darin verzeichneten Preise zusammengefasst. Dieses Gutachten habe S&K dann massiv in der Anlegerwerbung eingesetzt und den guten Ruf des TÜV SÜD "für eigenes Marketing missbraucht".

    Ein Wertgutachten habe der TÜV SÜD für die Immobilien nicht erstellt, sagte der Sprecher. "Wir haben kein Zertifikat ausgestellt, wir haben kein Audit durchgeführt." Er betonte, seine Organisation wolle auch künftig mit den Ermittlern kooperieren und die Aufklärung des Sachverhalts unterstützen./jes/DP/zb

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Dow kaum bewegt -- K+S ernennt neuen Chef -- Notenbankertreffen in Jackson Hole - Warum es diesmal besonders spannend wird -- Tesla im Fokus

UFO-Mitglieder segnen Schlichtungs-Ergebnis mit Lufthansa ab.UBS, Deutsche Bank, Santander und BNY Mellon tüfteln wohl an Digitalwährung. Volkswagen muss in Südkorea Audis zurückrufen. Robuste Konjunktur lässt deutsche Staatskasse klingeln. Windeln.de-Aktie stoppt Talfahrt.
Wer ist die bestbezahlte Schauspielerin der Welt im Jahr 2016?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die Top 10

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->