Alleine im zweiten Geschäftsquartal musste Murdochs
News Corp. eine Belastung von 87 Millionen
Dollar verdauen (66 Mio Euro). Das teilte der US-Konzern bei der Vorlage seiner Zwischenbilanz am späten Mittwoch in New York mit.
Die News Corp. hatte sich mit Opfern auf Entschädigungszahlungen geeinigt. Mitarbeiter der "News of the World" sollen in zahlreichen Fällen Telefone von Prominenten oder Verbrechensopfern abgehört haben. Nachdem im vergangenen Frühjahr immer mehr Details bekanntgeworden waren, stellte Murdoch das traditionsreiche Sonntagsblatt ein.
Trotz der Belastungen hat die News Corp. im vergangenen Quartal den Gewinn von unter dem Strich 641 Millionen auf annähernd 1,1 Milliarden Dollar hochschrauben können. Grund für den Sprung war zum einen ein gut laufendes Film- und Fernsehgeschäft. Zum anderen sanken die Kosten. Im Vorjahreszeitraum hatte Murdoch alleine 275 Millionen Dollar für den Umbau des glücklosen sozialen Netzwerks MySpace in den Wind schreiben müssen.
Der Umsatz verbesserte sich um 2 Prozent auf 9,0 Milliarden Dollar. Die Börsianer waren mit dem Abschneiden zufrieden. Auch die Rivalen Walt Disney und Time Warner hatten von Oktober bis Dezember zulegen können.
NEW YORK (dpa-AFX)