Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Lieferungen der für Europa bestimmten russischen Erdgasmengen sind seit heute Morgen massiv eingeschränkt. Dies teilte die zur E.ON AG (
EON) gehörende Tochter E.ON Ruhrgas am Dienstag mit.
Laut der Pressemitteilung des Erdgasversorgers werde damit gerechnet, dass im Laufe des Tages an der deutschen Grenzlieferstation Waidhaus die Lieferungen der über die Ukraine dorthin transportierten Gasmengen vollständig ausfallen.
"Trotz der deutlichen Liefereinschränkungen kann E.ON Ruhrgas aufgrund vorsorglich getroffener Maßnahmen, eines breiten Bezugsportfolios und der einsatzbereiten Erdgasspeicher derzeit die Versorgung ihrer Kunden sicherstellen. Aber auch unsere Möglichkeiten stoßen an ihre Grenzen, wenn diese drastischen Lieferkürzungen anhalten und die Temperaturen weiterhin auf sehr niedrigem Niveau bleiben", erklärte der Vorstandsvorsitzende von E.ON Ruhrgas, Dr. Bernhard Reutersberg.
E.ON Ruhrgas bezieht eigenen Angaben zufolge Erdgas aus mehreren Quellen. Neben Russland, dessen Lieferanteil 26 Prozent beträgt, erhält das Unternehmen Erdgas insbesondere aus Norwegen, den Niederlanden und deutschen Quellen.
Die Aktie von E.ON notiert aktuell mit einem Plus von 1,18 Prozent bei 30,83 Euro. (06.01.2009/ac/n/d)