Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Verbraucherschützer fordern die regionalen Gasversorger auf, auf die zwischen dem Energieversorger E.ON AG (EON) und dem russischen Erdgaskonzern OAO Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) ausgehandelte Einigung zu reagieren.
"Über diese Einigungen können sich in erster Linie die E.ON-Aktionäre freuen. Dass auch private Erdgaskunden hierzulande profitieren, ist längst nicht ausgemacht", sagte Holger Krawinkel, Energieexperte des Bundes der Verbraucherzentralen, gegenüber der Zeitung "Der Tagesspiegel" (Mittwochausgabe).
Am Dienstag hatten sich E.ON und Gazprom auf eine rückwirkende Anpassung der Preiskonditionen bei Gaslieferverträgen für den Zeitraum seit dem vierten Quartal 2010 geeinigt. In diesem Zusammenhang erwartet E.ON einen positiven Effekt auf das Halbjahresergebnis des Konzerns von etwa 1 Mrd. Euro.
Ferner hat E.ON im Anschluss seinen Ausblick für 2012 angehoben und geht nun von einem EBITDA zwischen 10,4 und 11,0 Mrd. (bisher: 9,6 bis 10,2 Mrd.) Euro aus. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss erwartet E.ON ein Ergebnis zwischen 4,1 und 4,5 Mrd. (bisher: 2,3 bis 2,7 Mrd.) Euro.
Die Aktie von E.ON notiert derzeit mit einem Minus von 2,73 Prozent bei 16,72 Euro. (04.07.2012/ac/n/d)