23.01.2013 18:04
Bewerten
(10)

E.ON: Lage bei Gaskraftwerken dramatisch

E.ON prüft Stilllegungen: E.ON: Lage bei Gaskraftwerken dramatisch | Nachricht | finanzen.net
E.ON prüft Stilllegungen
DRUCKEN
Angesichts der Verdrängungseffekte durch immer mehr erneuerbare Energien sieht E.ON-Chef Johannes Teyssen eine "dramatische Lage" bei Gaskraftwerken in Deutschland.
E.ON-Chef Johannes Teyssen warnt wegen finanzieller Probleme bei immer mehr Gaskraftwerken vor erhöhten Risiken für die Stromversorgung in Deutschland. Wegen der Zunahme erneuerbarer Energien gebe es eine "dramatische Lage" bei Gaskraftwerken, sagte der Vorstandschef des größten deutschen Versorgers am Mittwoch bei einer Energietagung des "Handelsblatts" in Berlin. Die teureren Gaskraftwerke würden aus dem Markt gedrängt und kämen nicht mehr auf genug Betriebsstunden. "Die Politik muss klar sehen, dass sich hier ein Risiko bei der Versorgungssicherheit zusammenbraut", so Teyssen.

E.ON prüfe weitere Stilllegungen. Ein Sorgenkind ist unter anderem das Gaskraftwerk Irsching (Bayern), wo erst im Jahr 2010 ein neuer 845-Megawatt-Block neu an das Netz ging. "Kein Unternehmen kann Anlagen, die keine Kosten erwirtschaften, ernsthaft lange am Leben halten", so Teyssen. Bei der Tagung stand die Frage, wie sich konventionelle Kraftwerke bei immer mehr Solar- und Windstrom noch rechnen sollen, im Fokus. Solche Anlagen sind nötig, damit auch bei wenig Wind und Sonne der Verbrauch vor allem im Winter gedeckt ist. Gerade Gaskraftwerke sollen die deutschen Atomkraftwerke ersetzen.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) betonte: "Wir werden die Gaskraftwerke als hochflexible Regelkraftwerke brauchen." Ein Grund für die mangelnden Erträge liegt auch im Preisverfall beim EU-Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten begründet. Statt eines geplanten Preises von 17 Euro je ausgestoßener Tonne CO2 lag er zuletzt sogar unter 5 Euro. Dadurch fehlen aber Anreize, den CO2-Ausstoß gerade bei der Energieproduktion stärker zu drosseln. Altmaier will durch Markteingriffe den Preis wieder steigern.

Denn durch den Verfall rentieren sich gerade klimaschädliche Braunkohlekraftwerke. Davon profitieren Konzerne wie RWE, während E.ON wegen vieler Gaskraftwerke im Nachteil ist. Teyssen forderte eine "umfassende Reparatur" des Emissionshandels, ansonsten müsse es einen CO2-Mindestpreis oder eine CO2-Steuer geben.

Teyssen kritisierte eine zunehmend egoistische Energiepolitik in Europa. Mit hoher Geschwindigkeit bewege sich die Energiepolitik in Staaten wie Deutschland "in die nationale Ecke". "Das Kapital ist nicht hungrig auf Europa", kritisierte Teyssen mangelnde Investitionsanreize. Als interessante Märkte für E.ON nannte er unter anderem Russland, die USA und die Türkei. Trotz des Ausbaus erneuerbarer Energien in Deutschland gebe es weltweit gegensätzliche Trends. "Amerika hat uns mit seinen unkonventionellen Gas- und Kohlevorkommen das Gegenteil gelehrt", sagte Teyssen. Der Höhepunkt bei der Förderung fossiler Energieträger sei längst nicht in Sicht./ir/rs/DP/stw

BERLIN (dpa-AFX)
Bildquellen: E.ON AG
Anzeige

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
    2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Vorwurf: Wortbruch
E.ON kontert harte Vorwürfe von Uniper-Betriebsrat im Übernahmekampf
Der Stromkonzern E.ON hat die schweren Vorwürfe des Uniper-Betriebsrats im Übernahmekampf um die Kraftwerkstochter zurückgewiesen.
06.10.17
DGAP-DD: E.ON SE (EQS Group)
06.10.17
DGAP-DD: E.ON SE (EQS Group)

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
05.10.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
04.10.2017EON SE NeutralCitigroup Corp.
28.09.2017EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.09.2017EON SE buyCommerzbank AG
27.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
05.10.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
28.09.2017EON SE kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.09.2017EON SE buyCommerzbank AG
22.09.2017EON SE OutperformMacquarie Research
21.09.2017EON SE buyGoldman Sachs Group Inc.
04.10.2017EON SE NeutralCitigroup Corp.
27.09.2017EON SE HaltenDZ BANK
27.09.2017EON SE HaltenIndependent Research GmbH
21.09.2017EON SE HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.2017EON SE HaltenIndependent Research GmbH
27.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
21.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
19.09.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
19.09.2017EON SE UnderperformBNP PARIBAS
11.09.2017EON SE UnderperformBNP PARIBAS

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Jetzt noch anmelden!

Robo-Advisor haben sich längst am Markt etabliert, sie eröffnen Anlegern ungeahnte Chancen. Warum das so ist, welche Rolle die Risikoforschung dabei spielt und was das für Ihr Depot heißt, erfahren Sie im Webinar am Mittwoch ab 18 Uhr.
Hier zum Online-Seminar anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Vier Gewinneraktien der Autorevolution

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt wurde deutlich: Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Alle großen Automobilhersteller stellen ihre Produktionslinien um. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche vier Aktien durch autonomes Fahren und Elektromobilität auf der Gewinnerseite stehen könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Dow erstmals über 23.000 Punkten -- Morgan Stanley steigert Gewinn -- Nach Rekordhoch: Droht der Bitcoin-Crash? -- Infineon, Airbus, Netflix, Sartorius im Fokus

Goldman Sachs erzielt überraschend mehr Gewinn. Warum Russlands geplanter Krypto-Rubel gar keine Kryptowährung ist. J&J-Aktie: Johnson & Johnson hebt nach gutem Quartal Prognose an. Merlin Entertainment-Aktie bricht wegen Ausblick ein.

Top-Rankings

KW 41: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 41: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Siebenstelliges Jahresgehalt
In diesen Bundesländern leben die Bestverdiener

Umfrage

Die CDU hat rund zwei Prozentpunkte bei der Niedersachsen-Wahl verloren. Nun fordern Konservative Merkels Rücktritt. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Bitcoin Group SEA1TNV9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BYD Co. Ltd.A0M4W9
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Infineon AG623100
GeelyA0CACX
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
Netflix Inc.552484
Amazon906866
Allianz840400
Lufthansa AG823212