LONDON (Dow Jones)--Der deutsche Energiekonzern E.ON AG will nach dem Kauf zweier Standorte für Kernkraftwerke in Wales und Westengland möglicherweise auch für den Standort Sellafield bieten. Der Vorstandsvorsitzende von E.ON UK, Paul Golby, schloss am Mittwoch am Rande einer Konferenz nicht aus, dass sich sein Unternehmen am Bieterverfahren um den nordenglischen Kernkraftwerk-Standort Sellafield beteiligen werde.
Golby verwies aber darauf, dass E.ON im Gemeinschaftsunternehmen mit der deutschen RWE AG bereits die nötigen beiden Grundstücke besitze, um die geplanten 6 Gigawatt liefern zu können.
Am Montag hatte die zuständige Nuclear Decommissioning Authority den Verkaufsprozess für das Grundstück eröffnet, dass passend für das künftige Kernkraftwerk in Sellafield sei.
Ende April hatte E.ON zusammen mit der RWE AG in einer Auktion Grundstücke ersteigert, auf dem die neuen Kernkraftwerke im walisischen Wylfa und im westenglischen Oldbury gebaut werden sollen.
Der spanische Energiekonzern Iberdrola SA, der bereits Interesse am Bau neuer Kernkraftwerke in Großbritannien bekundet hatte, gilt Medienberichten zufolge als möglicher Bieter in der Sellafield-Auktion.
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