DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der größte deutsche Energiekonzern E.ON <EOAN.ETR> kommt mit dem von der EU verlangten Verkauf von Teilen seiner Kraftwerke voran. Die E.ON-Anteile am Block S des Braunkohlekraftwerks Lippendorf bei Leipzig (50 Prozent) und am Steinkohlekraftwerk Bexbach bei Homburg im Saarland (8,3 Prozent) gehen ins Eigentum des baden-württembergischen Versorgers EnBW über, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten. Die Kraftwerksanteile entsprechen einer Gesamtleistung von 525 Megawatt. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. An EnBW hält der französische Staatskonzern EdF 45,01 Prozent.
E.ON hatte Ende 2008 der EU-Kommission zugesagt, insgesamt 4.800 Megawatt Kraftwerksleistung sowie sein Hochspannungsnetz zu verkaufen, um einer drohenden milliardenschweren Geldbuße in einem Kartellverfahren zu entgehen. Der Vertragsunterzeichnung mit EnBW war bereits im vergangenen Dezember 2008 die Unterzeichnung einer Absichtserklärung vorausgegangen./nl/fn