FRANKFURT (dpa-AFX) - Gestützt durch eine Studie von JPMorgan haben die Versorgertitel von
RWE und Eon am Freitag zu den Dax-Favoriten gezählt. Die RWE-Papiere stiegen um 1,34 Prozent auf 28,40 Euro, Eon folgten dich dahinter mit einem Zuwachs von 1,29 Prozent auf 17,255 Euro.
JPMorgan-Analyst Vincent de Blic verwies auf einen bereits zwei Wochen alten Pressebericht aus Russland (Moskovskiye Novosti, 21. Dezember), der am Markt bislang wohl übersehen worden sei. Dem Artikel zufolge hat der Gasproduzent Gazprom in seinem Budget für dieses Jahr sieben Milliarden Dollar für nachträgliche Zahlungen für Kunden aus Europa eingestellt. Hintergrund dürften nach Ansicht des Experten die Verhandlungen der großen Abnehmer wie RWE und Eon mit dem Gasriesen sein.
Sie diskutieren angesichts für sie ungünstiger Langzeitverträge seit geraumer Zeit mit Gazprom über eine Neugestaltung der Verträge, zum Teil in Schiedsgerichtsverfahren. Sollten die Russen nun Rückstellungen gebildet haben, dürfte sich dieses Umdenken für das verlustreiche Gasgeschäft der deutschen Konzerne günstig auswirken. Bislang sei es Marktkonsens, dass die Konzerne im Gasgeschäft 2013 bis 2014 in die Gewinnzone zurückkehren. Durch rückwirkende Preissenkungen würden zwar in erster Linie die Risiken für die mittelfristigen Gewinnaussichten gesenkt, es winke jedoch auch ein ordentliches Ergebnis im laufenden Jahr./ag/ck