DAX6.050-3,4%  Dow12.175-1,8%  Euro1,23910,2% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.763-2,3%  Öl98,76-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6203,8% 

15.05.2011 16:52

Senden

ECB/Stark: Griechenland muss für nächste Hilfstranche mehr sparen


   FRANKFURT (Dow Jones)--EZB-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark sieht Fortschritte bei Griechenlands Haushaltskonsolidierung und bei den Strukturreformen. "Es ist aber offensichtlich, dass das Land seine Sanierungsanstrengungen intensivieren muss, um die Bedingungen für die Auszahlung der nächsten Finanztranche zu erfüllen", sagte Stark im Interview mit dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe).

   Eine Debatte darüber, ob ein zweites Rettungspaket notwendig sei, komme zu früh. Er könne aber "nichts ausschließen", so Stark. Man müsse die neuen Analysen von EU, EZB und IWF in Athen abwarten. Ein Schuldenerlass oder eine Umschuldung sei allerdings kein Wundermittel, mit dem das Land seine Probleme über Nacht lösen könne. Ein strenger Sparkurs sei unausweichlich.

   Mit Blick auf den Euro sagte Stark der Zeitung, niemand müsse sich um die Währung Sorgen machen. Leider würden Währung und Schuldenkrise immer wieder vermischt, der Euro habe jedoch Stabilität gebracht und sei eine international hoch geachtete Währung.

   Die aktuell hohe Inflationsrate im Eurogebiet sei durch die Rohstoffpreise stark beeinflusst, dem könne sich auch die Europäische Zentralbank nicht entziehen. "Den Höhepunkt der Preissteigerungsrate erwarten wir gegen Jahresende, aber 2012 sollte die Inflationsrate wieder auf knapp unter 2% fallen", so Stark. "Es bleibt eine gewisse Unsicherheit, allein mit Blick auf die Rohstoffpreise."

   Zu den Folgen für die Geldpolitik sagte Stark: "Wir haben bereits im April die Zinsen erhöht. Es dürfte notwendig bleiben, die immer noch sehr lockere Geldpolitik weiter zurückzunehmen."

DJG/sha (END) Dow Jones Newswires

   May 15, 2011 10:22 ET (14:22 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 22 AM EDT 05-15-11

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen