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19.11.2007 11:48

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EM Stocks Review Asien: Konjunkturangst und regulierende Schritte - Nikkei fällt Richtung 15.000

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EMFIS.COM - 19.11.2007 (www.emfis.com)

Nachdem es letzten Freitag an der Wallstreet vermehrt Grund zur Beunruhigung gab, schlossen die Asien-Märkte heute überwiegend im Minus. Die Industrieproduktion in den USA war im Oktober unerwartet zurückgegangen. Außerdem geht man nun davon aus, dass die FED keinen weiteren Zinssenkungsschritt unternehmen wird. Mit zur negativen Hintergrundkulisse gehörten der hohe Ölpreis, sowie die immer noch besorgniserregende Lage auf dem US-Immobilienmarkt.

In Japan konnte man im Handel zunächst leicht hinzugewinnen. Der Leitindex Nikkei 225 fiel dann aber, im Zuge der Sorge um die sich international auswirkende Kreditkrise, um 0,67 % ab. Zum Handelsende zählte dieser dann noch 15,042.56 Punkte. Der Index hält somit weiter stark auf die technisch und psychologisch wichtige 15.000 Punkte-Marke zu. Der breitere Topix Index sank um 1.02 %, auf 1,456.61 Zähler ab.
Vor allem Finanztitel waren, im Zuge der Krise, auf den Verkaufslisten der Investoren zu finden. So verlor die Softbank 4,58 %. Eine Mitsui Trust gab 2,05 % ab. Die Papiere der Sumitomo Trust gerieten unter Druck und verloren 1,14 %. Aktien der Yamato Holdings verloren 2,79 %.
Exportorientierte Werte schlossen uneinheitlich bis durchwachsen. Die Aktien der Yamaha Motor verloren 1,57 %. Toyota schloss fast unverändert, bei Plus 0,16 % . Mitsubishi Heavy Industries stürzten heftige 4,6 % in den Keller. Eine Sony konnte sich relativ gut behaupten und musste lediglich 0,56 % abgeben. Auch NEC gingen mit 0,6 % Minus nur leicht schwächer aus dem Handel. Und eine TDK schloss ebenfalls beinahe unverändert, bei 0,4 % im negativen Bereich.

Hong Kong Aktien schlossen heute Morgen tiefer. Nach einem launigen Handel konnte beim Hang Seng Index kein positives Vorzeichen errungen werden. Die Anzeichen verdichten sich, dass China Schritte Unternehmen wird um die eigene Wirtschaft abzukühlen. Mit derartigen Maßnahmen will man eine zu starke Inflation verhindern und der Volkswirtschaft eine Verschnaufpause einräumen. Eine starke Zinserhöhung hätte für die Finanzmärkte jedoch schwerwiegende Folgen. Denn in diesem Fall würde die Liquidität im Markt möglicherweise stark vermindert. Desweiteren hat die chinesische Regierung die Banken gebeten bis zum Jahresende die Kreditvergabe stärker einzuschränken. Der Hang Seng Index geriet folglich unter Druck und schloss 0,6 Prozent tiefer, bei 27.460,17 Punkten.
China Telecom behauptete sich jedoch gegen den Trend und stieg 4,6 %. Auch China Netcom konnten 5,5 % hinzugewinnen. Die Aktien der beiden Firmen liefen derart gut, da sie von der Regierung die Erlaubnis zum Einstieg in die Mobilfunkbranche erhalten hatten.

In Taipeh geriet der Taiex, nach anfänglichem Rebound, weiter unter Druck. Dieser nahm seine Kraft von den Vorgaben der Wallstreet, die am Freitag mit leichten Gewinnen aus dem Handel ging. Er konnte jedoch im weiteren Handelsverlauf nicht fortgesetzt werden. Neben den üblichen Konjunktursorgen spielten in Taiwan außerdem politische Faktoren mit eine Rolle. Zunehmend mehren sich am lokalen Markt die Sorgen um die Parlamentswahlen im kommenden Jahr. Der Leitindex fiel 0,96 % und schloss auf dem Tagestiefststand von 8.680,71 Punkten. Am Markt wusste jedoch keiner der Analysten eine Antwort auf die Frage, ob der Boden hiermit nun erreicht sei.
Die Aktien von UMC stiegen, aufgrund von Gerüchten, dass ein Private-Equity Unternehmen an der Firma interessiert sei. Man gewann hier starke 6,77 % hinzu. TSMC schlossen unverändert. LCD Hersteller beendeten den Handel, aufgrund der rosigen Zukunftsaussichten, mehrheitlich im Plus. Chungwa Picture kamen 6,76 % in den positiven Bereich. AU Optronics gewannen 0,5 %. Innolux legten 6,5 % zu. Die Anteilscheine von Sinopac schlossen beinahe gleichbleiben und legten nur 0,2 % zu.

Der Kospi schließt zum heutigen Handelstag auf einem Zwei-Monats-Tief. Der Index verliert 1,7 % und schließt mit 1.893,47 Punkten den Handel. Wie Investoren berichten, sind hier vor allem die Sorgen um den US-Immobilienmarkt verantwortlich für die negative Handelsstimmung. Auch auffällig war die Zurückhaltung der Anleger, die sich vor allem in einem extrem dünnen Handelsvolumen niederschlug. Tech-Aktien fielen, da man fürchtete, dass der Absatzmarkt USA durch konjunkturelle Verwerfungen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.
Samsung Electronics fielen 2,87 %. Auch LG Electronics gerieten stark unter Druck und fielen ganze 5,4 % ins Minus. Die Kookmin Bank, die weitere Verluste bekanntgeben musste, kam 3,4 % schwächer aus dem Handel. Aufgrund solider Absätze und einem angekündigten Aktienrückkaufprogramm schlossen KT&G heute - gegen den Markttrend - 3,2 % im positiven Bereich. Mirae Asse Securites gewannen 6 % hinzu.

Die Unsicherheiten in der US-Konjunktur beschwerten heute auch den Handel in Singapur. Der Straits Times Index fiel um 0,9 % und schloss bei 3.411,72 Punkten.
Die stärksten Bewegungen fanden sich hier im Immobiliensektor. Die Scheine der CapitaLand sanken um 2,16 % ab. CityDevelopments büßten 0,7 % ein. Die Aktien von Keppel Land verloren 1,26 %. Die Aktien der singapurer Börse, Singapore Exchange, verloren 2,21 % und Singapore Airlines gaben 2,19 % ab.

Der Shanghaier A-Share Index fiel 0,88% auf 5.532,28 Punkte, während der Shenzhen A-Share Index 1,25 %, auf 1.367,05 Punkte, gut machte. Der CSI 300 Index verliert bis zum Handelsende 0,7 %.

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