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06.09.2007 12:24

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EM Stocks Review: Asien trotzt der schwachen Wallstreet

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EMFIS.COM - 06.09.07 Die asiatischen Aktienmärkte konnten sich heute dem Abwärtssog, der von der Wallstreet kam, widersetzen. Zwar hatten insbesondere die erneut schwachen Daten vom US-Immobilienmarkt zunächst zahlreiche Anleger verstimmt. Später setzte dann aber eine Gegenbewegung ein, die die meisten Fernost-Indizes teils deutlich nach oben brachte. Hilfreich war dabei insbesondere ein positiver Ausblick der Stahlriesen Nippon Steel, der seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr anhob. Dies bekräftigte die Marktteilnehmer in der Haltung, dass das konjunkturelle Umfeld weiterhin intakt sei.

Der japanische Nikkei 225 gab heute zunächst in der Spitze bis zu 2 Prozent ab; konnte sich in der zweiten Handelshälfte dann aber deutlich erholen und schloss schließlich 0,6 Prozent im Plus bei 16.257 Punkten. Dagegen verlor der breitere Topix schlussendlich 0,1 Prozent auf 1568 Zähler. Gefragt waren insbesondere Papiere aus dem Öl- und Stahlbereich. Nippon Oil schossen dank gestiegener Rohölnotierungen um 9,1 Prozent nach oben, Showa Shell legten 3,3 Prozent zu. Nippon Steel verbesserten sich dank der angehobenen Gewinnprognose um 1,8 Prozent. Den Titeln von JFE Holdings und Sumitomo Metal verhalf dies zu Aufschlägen von jeweils 2,0 Prozent und 0,5 Prozent. Weiterhin schwach entwickelte sich dagegen der Immobiliensektor, wo Mitsui Fudosan um 1,5 Prozent und Mitsubishi Estate um 1,9 Prozent zurückgingen. Unter den Exportwerten verloren Sony 0,35 Prozent und Sharp 1,55 Prozent, während sich Canon leicht um 0,16 Prozent verbessern konnten.

Auch in Korea erfolgte in der zweiten Handelshälfte die erhoffte Kehrtwende. Gleichzeitig hatte sich das Verbrauchervertrauen im eigenen Land weiter verbessert und das höchste Niveau seit 17 Monaten erreicht. Der Kospi stieg daraufhin um weitere 1,2 Prozent auf 1888 Stellen. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich Posco mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent, nachdem der japanische Konkurrent Nippon Steel zuvor seine Gewinnprognose angehoben hatte. Die Einzelhandelstitel profitierten von der positiven Entwicklung beim Verbraucher-Sentiment. Hier schoben sich Shinsegae um 1,3 Prozent und Lotte Shopping um 4,7 Prozent nach oben. LG.Philips stiegen angesichts eines besseren Preisumfelds für Flachbildschirme um 3,2 Prozent. Unter den Marktschwergewichten kamen Samsung Electronics um 1,1 Prozent und Hyundai Motor um 0,6 Prozent voran.

Taiwans TAIEX stieg um 1,16 Prozent auf 9017 Zähler und durchbrach damit erfolgreich die 9000-Punkte-Linie nach oben. Im Blickpunkt standen dabei die Titel des weltgrößten Handy-Auftragsproduzenten High Tech Computer. Dieser hat Neuaufträge für Telefone auf Basis der 3G-Chiptechnologie von Qualcomm erhalten, was die Aktie heute um 2,52 Prozent nach oben brachte. AU Optronics stiegen um 2,31 Prozent, nachdem in den Medien von einem Engpass am Markt für Flachbildschirme berichtet wurde. Daneben verteuerten sich die Notebook-Hersteller Acer und Quanta Computer um jeweils 2,39 Prozent und 2,08 Prozent. Im Halbleiter-Segment gewannen Taiwan Semiconductor um 0,65 Prozent hinzu, während United Microelectronics 0,63 Prozent abgaben.

Der Hang Seng Index in Hongkong legte lediglich um 0,08 Prozent auf 24.050 Punkte zulegen und blieb damit hinter den übrigen asiatischen Indizes zurück. Positiv entwickelte sich vor allem der China-Finanzsektor, wo ICBC um 0,99 Prozent und China Life um 0,4 Prozent vorankamen. Dagegen wies der zuletzt gut gestiegene Immobilienbereich eine gemischte Bilanz auf. Während etwa Cheung Kong um 1,13 Prozent stiegen, gaben Henderson Land 0,54 Prozent und Sun Hung Kai 1,19 Prozent ab. Unter den Ölwerten verloren PetroChina 0,71 Prozent und CNOOC 1,38 Prozent. Weiter stark gefragt waren die Papiere von China Cosco, die um 7,69 Prozent nach oben zogen. Die Reederei hat zuletzt von ihrer Muttergesellschaft die Schüttgut-Transportschiff-Sparte erworben.

In China zog der Shanghai Composite Index um 1,56 Prozent auf 5393 Stellen an. Der Shanghai A-Share Index legte 1,56 Prozent auf 5663 Zähler zu.

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