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22.08.2007 12:25

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EM Stocks Review: Asien uneinheitlich - Hongkong deutlich im Plus

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EMFIS.COM - RTE 22.08.07 Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich heute tendenziell gut behauptet. Nachdem zuletzt die Ölnotierungen gefallen waren und von Seiten der USA gewisse Hoffnungen auf Leitzinssenkungen aufgekeimt sind. Der Vorsitzende des dortigen Senate Banking Committees hatte nach einem Gespräch mit FED-Chef Ben Bernanke erklärt, dass dieser alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel anwenden werde, um eine Liquiditätskrise abzuwenden. Allerdings waren die Vorgaben von der Wallstreet nicht eindeutig positiv gewesen. Während sich etwa der Nasdaq Composite weiter erholt hatte, war beim Dow Jones Index ein Abschlag vorgenommen worden.

Vor allem in Japan blieben die Anleger weiter zurückhaltend. Mit besonderer Spannung wird dort das Ergebnis der Notenbanksitzung erwartet, das morgen bekannt gegeben werden soll. Viele Beobachter glauben mittlerweile nicht mehr daran, dass die Bank of Japan den Leitzins um weitere 0,25 Prozent anheben wird, wie dies noch vor einigen Wochen allenthalben erwartet worden war. Schließlich haben sich durch die US-Hypothekendarlehens-Krise und die schwache Entwicklung auf dem japanischen Binnenmarkt die Rahmendaten teils spürbar verändert. Der Nikkei 225 gab heute marginale 0,7 Punkte auf 15.900 Zähler ab; der breitere Topix ging um 0,3 Prozent oder 4,99 Punkte auf 1544 Stellen nach unten. Zu den Verlierern gehörten insbesondere die Bankaktien, für die man sich bisher einen steigenden Leitzins erhofft hatte. Hier gaben etwa Mitsubishi Financial 1,82 Prozent und Resona 3,38 Prozent ab. Dagegen konnten sich etwa die Aktien der Fluggesellschaften angesichts fallender Ölpreise verbessern. So legten Japan Airlines 4,2 Prozent und All Nippon Airways 0,9 Prozent zu. Allerdings verteuerten sich auch Nippon Oil um 4,2 Prozent und Showa Shell um 2,2 Prozent. Tokyo Electric Power verbilligten sich um 1,3 Prozent. Der Kraftwerksbetreiber kann möglicherweise den derzeitigen Strombedarf im Großraum Tokio nicht mehr abdecken.

In Korea fassten die Anleger dagegen wieder Mut und entschieden sich insbesondere in den Sektoren Bau, Schiffsbau und Stahl zu Zukäufen. Dabei deckten sich vor allem die heimischen institutionellen Investoren neu ein, während die überseeischen Marktteilnehmer weiter auf der Verkäuferseite blieben. Der Kospi verbesserte sich um 1,3 Prozent auf 1759 Zähler. Im Blickpunkt standen die Bauwerte. Viele Börsianer gehen derzeit davon aus, dass ein ehemaliger Bau-Tycoon im kommenden Jahr der neue Staatspräsident werden könnte. Daewoo Engineering & Construction legten daraufhin 4,6 Prozent zu, Hyundai Engineering stiegen um 3,0 Prozent. Unter den Schiffsbau-Titeln erholten sich Hyundai Heavy um 2,0 Prozent und Samsung Heavy um 5,1 Prozent. Im Technologiebereich konnten sich Samsung Electronics um 0,3 Prozent und Hynix Semiconductor um 2,2 Prozent verbessern. Die Aktie des Stahlkonzerns Posco stieg um 2,6 Prozent.

In Hongkong wiederum zog der Hang Seng Index deutlich um 2,84 Prozent auf 22.346 Punkte an. Flankiert wurde der Anstieg von der positiven Marktentwicklung in China, wo die gestrige weitere Leitzinserhöhung größtenteils ignoriert wurde. Gleichzeitig hofft man in Hongkong weiterhin auf beträchtliche Geldzuflüsse aus der Volksrepublik, wo jetzt auch die Privatanleger im Ausland investieren dürfen. Den Immobiliensektor wiederum brachten insbesondere die Hoffnungen auf eine Leitzinssenkung in den USA nach oben. Hier legten etwa Cheung Kong 3,56 Prozent und Sino Land 5,29 Prozent zu. Im Finanzsektor verbesserten sich China Life um 4,18 Prozent und Ping An Insurance um 6,24 Prozent. Die Aktie des Versicherers PICC gewann nach Zahlen 1,84 Prozent hinzu. Tom Group verteuerten sich um 5,71 Prozent, obwohl das Unternehmen im ersten Halbjahr in die Verlustzone geraten ist. Daneben sprangen die Papiere der Aluminium Corp. of China nach dem Zahlenwerk vom Montag um weitere 16,84 Prozent nach oben. 

In China stieg der Shanghai Composite Index um weitere 0,5 Prozent auf 4980 Zähler. Der Shanghai H-Share Index verbesserte sich um 0,51 Prozent auf 5228 Stellen.

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